Basis stärken

Erstellt am 06. Juli 2022 | 04:38
Lesezeit: 2 Min
über die Entwicklung des Frauenfußballs.
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Eine Forderung taucht immer dann auf, wenn das Brennglas vor einer Großveranstaltung auf den Frauenfußball zeigt: Profifußballerinnen sollen gleich viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen.

Das ist Unsinn! Warum? Weil das Geld, das dafür nötig wäre, nicht im Frauenkick verdient wird. Klar könnte man Mittel aus dem finanziell teilweise überhitzten Männerfußball abzapfen. Diese Blase würde aber bald platzen.

Aktuell spielen in Österreich rund 3.500 erwachsene Frauen Fußball. Aus diesem bescheidenen Reservoir ein qualitatives Produkt zu generieren, das die Sportfans gerne konsumieren, ist schwierig. Genau das ist aber der Schlüssel.

Gelingen kann das nur, wenn die Basis gestärkt wird. Ein Ansatz: Frauenteams als Lizenzkriterium bei Herren-Bundesligisten. Dass Rapid erst 2024 mit einem Frauenteam antreten will und Krösus Salzburg gar keine Pläne in dieser Richtung hat, ist jedenfalls ein Hohn.