Die Bühne genützt. über die U21 bei der EM in Italien.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 25. Juni 2019 (02:26)

Auch wenn‘s mit dem großen Coup gegen Deutschland nicht geklappt hat: Österreichs U21-Hoffnungen haben sich bei ihrer Europameisterschaftspremiere in Italien gut verkauft. Als Team wie auch individuell. Ingolitsch, Kalajdzic & Co. haben die EM-Bühne genützt.

Die Truppe von Werner Gregoritsch hat Deutschland beim 1:1-Remis mehr als nur Paroli geboten. Einem Team, dessen Marktwert bei rund 18 Millionen liegt. Pro Spieler. Das sind Summen, von denen wir in Österreich nur träumen können. Dass sich die ÖFB-Auswahl aber so stark präsentiert hat, unterstreicht die Fortschritte im Nachwuchsbereich und stellt den heimischen Akademien, allen voran jener in Salzburg, ein gutes Zeugnis aus.

Ein weiterer Faktor: Pendelten U21-Kicker vor einem Jahrzehnt noch zwischen Amateuren und Profikader, hat Teamchef Gregoritsch heute einen Kader mit durchwegs gestandenen Spielern zur Verfügung. Längst stehen sie im Erwachsenenbereich ihren Mann – sei‘s als Stammkraft in der heimischen Bundesliga wie Admiras Kalajdzic oder die beiden St. Pöltner Husein Balic und Sandro Ingolitsch, sei‘s als Legionär bei ambitionierten Klubs im Ausland wie etwa Lilienfelds Philipp Lienhart (SC Freiburg). Diese Jungs werden ihren Weg machen, auch wenn der EM-Traum am Sonntag zu Ende ging.

Die Scouts werden ganz genau hingeschaut haben bei den Partien der Österreicher. Kalajdzic hat den Auslandstransfer praktisch in der Tasche. Es wird nicht der Letzte für unsere EM-Asse sein.