Die Wahrheit bitte!. Über die Causa Transfersperre und den Umgang des SKN St. Pölten damit.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 09. Juli 2019 (01:39)

Stand Sonntagabend wartete der SKN immer noch vergebens auf das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs. Den hatten die St. Pöltner angerufen, weil sie der Meinung sind, die vom Weltfußballverband FIFA verhängte Transfersperre wurde zu Unrecht verhängt. In weniger als drei Wochen startet die Bundesligasaison. Mittlerweile ist ziemlich egal, wann und ob der CAS das FIFA-Urteil aufhebt oder bestätigt. Der Schaden ist bereits angerichtet.

Spieler, die für den SKN sportlich interessant, leistbar und im besten Fall entwicklungsfähig wären, sind Mitte Juli vom Markt. St. Pölten steckt seit einem knappen Jahr in einer aufoktroyierten Stagnation. Das ist für einen Klub, der sich „Ausbildungsverein“ auf die Fahnen heftet – und das tun in Österreich eh alle – eine harte Strafe. Warum ist die FIFA derart hart, ja gar grausam?

Es ist ja nicht unbedingt davon auszugehen, dass Gianni Infantino oder sonst irgendein FIFA-Fritze kurz vor Weihnachten 2018 aufgewacht ist und sich dachte: „So! Und heute nehm ich mir mal den SKN St. Pölten zur Brust!“ Die abenteuerliche Geschichte, die Ex-SKN-Legionär Keita auftischte und damit den Stein ins Rollen brachte, ist jetzt auch nicht unbedingt eine, vor der Gerichte zwingend in die Knie gingen.

Irgendetwas muss also schief gelaufen sein. In St. Pölten kursieren Gerüchte, dass die erste Stellungnahme des Vereins in dieser Causa zu spät und an die falsche Adresse geschickt wurde. Das wäre die weitaus bessere Erklärung als die Mär von der gemeinen FIFA und würde auch nach Konsequenzen schreien.