Erstellt am 07. August 2018, 02:08

von Anita Kiefer

Banken und die Crowd ergänzen sich gut. Anita Kiefer über Crowdinvesting nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Bankkrediten.

Crowdinvesting, also Schwarmfinanzierung, das kennt man spätestens seit Heini Staudinger und dessen Kampf gegen die Finanzmarktaufsicht FMA. Was damals noch schwierig war, ist heute dank entsprechender Gesetzesänderungen auch für mittelständische Unternehmen ein gangbarer Weg der Finanzierung.

Als Crowdinvesting aufgekommen ist, wurde die Finanzierungsform als Konkurrenz zur herkömmlichen Bankfinanzierung wahrgenommen. Mittlerweile ist Crowdinvesting auch eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Bankkredit. Das weiß auch Günther Lindenlaub, der über seine Plattform Finnest Crowdinvesting für mittelständische Unternehmen ermöglicht. Viele Betriebe wären aus verschiedenen Gründen nicht bereit, eine gewisse Summe an Eigenkapital für ihr Projekt einzusetzen. Diese würden einen Teil des Kapitalbedarfs dann über die Crowd finanzieren, den Rest steuert die Bank via Kredit bei.

Eine sinnvolle Sache, von der alle profitieren. Wenn das Projekt, für das Geld gegeben wird, erfolgreich ist, kommen die Anleger im Idealfall an vergleichsweise hohe Zinsen, die Unternehmen an Geld für ihre Investitionsideen und die Banken können ergänzend Kredite vergeben, die sie ohne Crowdinvesting gar nicht zu leisten imstande gewesen wären.