Die Mieter müssen entlastet werden. Anita Kiefer über die gestiegenen Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 07. Juni 2017 (03:00)

Um 14 Prozent sind die Mieten bundesweit in Österreich in den vergangenen fünf Jahren inklusive Betriebskosten gestiegen. Das zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Im selben Zeitraum, also zwischen 2012 und 2016, stiegen die Haushaltseinkommen im Durchschnitt hingegen nur um sechs Prozent.

Dass im privaten Bereich die Wohnungsmieten gestiegen sind, überrascht kaum. Doch auch im sozialen und geförderten Wohnbau sind die Mieten um zwölf Prozent gestiegen. Durchschnittlich muss ein Mieter in Österreich 7,40 Euro pro Quadratmeter an Miete bezahlen, in NÖ 6,50 Euro pro Quadratmeter.

Fakt ist: Es muss dringend etwas passieren, um die Mieter zu entlasten. Gerade für junge Berufseinsteiger scheinen Mietwohnungen aktuell kaum mehr leistbar. Neben dem hohen Niveau der Mietpreise fallen ja beim Anmieten häufig Einmalzahlungen wie eine Maklerprovision an. Entlastung könnte es hier durch gesetzliche Änderungen oder etwa die Einführung eines Mindestlohns geben.

Außerdem schaden hohe Mietpreise unterm Strich auch Branchen wie der Hotellerie: Wer seine Mietwohnung kaum finanzieren kann, wird sich eher gezwungen sehen, seine Wohnung ab und an über Plattformen wie Airb’n’b tageweise zu vergeben, um sich Geld dazuzuverdienen.