Diese Vorgehensweise ist die einzig richtige. Anita Kiefer über den Anstieg bei den Sperren des Arbeitslosengeldes im Jahr 2017.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 30. Januar 2018 (02:38)

Regelverstöße machen sich in den wenigsten Fällen bezahlt. Zumindest dann nicht, wenn sie aufgedeckt werden – vom moralischen Faktor einmal ganz abgesehen. Ein aktuelles Beispiel: Das AMS Österreich hat die Zahlen für die Sperren des Arbeitslosengeldes im Vorjahr bekanntgegeben.

2017 hat das AMS Österreich in gut 111.450 Fällen Arbeitslosen das Arbeitslosengeld gestrichen – das ist ein Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Wegen Verweigerung oder Vereitelung einer Arbeitsaufnahme oder Schulungsmaßnahme wurden im Vorjahr bundesweit knapp 19.250 Sperren verhängt. Allein in Niederösterreich waren es bei Vollzug dieses Sperrgrunds rund 4.200 Fälle. Das AMS Niederösterreich führt also, was die Ahndung von verweigerter Arbeitsaufnahme oder Schulungsteilnahme betrifft, scheinbar ein strenges Regiment – und eine genaue Kon-trolle.

Zu Recht! Sozialleistungen sollen Hilfe für diejenigen sein, die sich in Not befinden. Arbeitslosengeld ist wichtige und notwendige Überbrückungshilfe für Menschen, die ihren Job verloren haben – denn dass kann jeder und jedem in Österreich passieren. Wer allerdings absichtlich keinen Job oder keine Schulung annimmt, der darf auch nicht weiter Unterstützung bekommen.