Diskussionen können sich jetzt verkürzen. Anita Kiefer über das widerlegte Argument von Windkraftgegnern, dass die Errichtung von Windrädern Grundstückspreise mindert.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 27. März 2018 (02:01)

Windenergie hat ja grundsätzlich ein sehr gutes Image. Windkraftanlagen sind erneuerbare Energiequellen und sie gewinnen Energie aus etwas, das ohnehin da ist – nämlich Wind. Besorgte Bürger formieren sich häufig bei der geplanten Errichtung von Windrädern, um dagegen zu protestieren und diese zu verhindern. Auch, weil sie einen Verfall von Grundstückspreisen befürchten. Dies zu belegen oder zu verifizieren ist natürlich aufwendig und schwierig.

Der Forscher Wolfgang Feilmayr hat jetzt die Entwicklung von Grundstückspreisen in Windkraft- und Nicht-Windkraftgemeinden in Nieder- und Oberösterreich sowie dem Burgenland untersucht. Das Ergebnis: Die Grundstückspreise entwickeln sich unter Einberechnung aller wertbeeinflussenden Faktoren wie etwa Akademikeranteil oder Nächtigungszahlen in Gemeinden mit Windkraftanlagen nicht anders als in jenen Gemeinden ohne Windkraft.

Gut, dass sich mit dieser Fragestellung jemand für Niederösterreich beschäftigt hat. Dass der Ausbau der erneuerbaren Energieträger essenziell für die Zukunft ist, ist wohl unbestritten. Vielleicht laufen Diskussionen mit Bürgerbewegungen künftig durch die aktuelle Studie auch konfliktfreier und schneller ab.