Endlich gibt es Chance durchzuatmen. Anita Kiefer über die Übernahme der Möbelkette Kika/Leiner durch René Benkos Signa Holding.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 19. Juni 2018 (02:19)

Endlich dürfte es nach monatelangen Turbulenzen ruhig werden um die angeschlagene heimische Möbelkette Kika/Leiner. Seit der Bilanzskandal des südafrikanischen Mutterkonzerns Steinhoff bekannt wurde, schaffte es auch die Noch-Tochter nicht aus den Schlagzeilen. Seit der Kreditversicherer vor zwei Wochen abgesprungen war, war Feuer am grünen bzw. roten Dach. Ende der Vorwoche war klar: Der Tiroler Immobilientycoon René Benko kauft mit seiner Signa Holding Kika/Leiner.

Die Erleichterung unter den Mitarbeitern dürfte groß sein. Laut Kika-Betriebsratsvorsitzender Sonja Karner seien die Mitarbeiter froh, „dass es überhaupt weitergeht“. Immerhin war bis vor wenigen Tagen alles möglich – auch eine Insolvenz des Möbelriesen war ja erschreckend nahe. Die Mitarbeiter haben nun Gelegenheit, durchzuatmen und wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Jetzt ist natürlich dennoch die Frage, wie das von Signa angekündigte Sanierungskonzept für die beiden Möbelmarken aussehen wird. Filial- und Mitarbeiterzahl sowie Management könnten verändert werden, heißt es aus informierten Kreisen. Erfahrung im Führen und Retten angeschlagener Handelsketten hat Benko bereits durch die Übernahme der Warenhauskette Karstadt. Er wird also auch für Kika/Leiner das Richtige tun.