In der Sache gut, aber wieder mehr Bürokratie. Anita Kiefer über den erweiterten Geltungsbereich der Legal Entity Identifier-Nummer ab 2018.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 05. September 2017 (03:00)

Betrugsbekämpfung ist es, sagen die einen. Noch mehr Bürokratie, sagen die anderen hinter vorgehaltener Hand. Die Rede ist von der weltweit gültigen Legal Entity Identifier – kurz LEI – Nummer, die ab Jänner 2018 einen erweiterten Geltungsbereich hat und künftig für alle Unternehmen, die Wertpapiergeschäfte durchführen wollen, verpflichtend ist.

Mit dieser Nummer wird jeder Teilnehmer am Finanzmarkt eindeutig identifiziert. Jährlich wird von der Österreichischen Kontrollbank auch überprüft, ob die bei der Beantragung des LEI getätigten und geprüften Angaben des Unternehmens nach wie vor korrekt sind. Die Transparenz lasse sich so steigern und auch Verwaltungsaufwand senken, so Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorstandsmitglied der Kontrollbank. Jedes Unternehmen wird mit seiner LEI-Nummer in einer Datenbank registriert und kann so von potenziellen Geschäftspartnern eingesehen werden.

Das ist natürlich richtig. Trotzdem stöhnen die Unternehmen in Österreich bereits unter einer weiteren – wenn auch vergleichsweise geringen – bürokratischen Belastung. Denn die Summe an bürokratischem Aufwand ist es ja, der Firmen oft verzweifeln lässt. Und noch eine weitere Nummer ist wieder mehr Zeit, die der Unternehmer oder die Unternehmerin in Verwaltungsarbeiten stecken muss.