Jetzt heißt es mit Hochdruck arbeiten. Anita Kiefer über die Neuausschreibung der Vergabe für Triebwägen der Badner Bahn.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 20. Februar 2018 (01:27)

Die Vergabe der neuen Triebwägen für die Badner Bahn wird also neu ausgeschrieben. Das Verwaltungsgericht Wien hat den Antrag auf Nichtigerklärung des Ausschreibungs-Widerrufs abgewiesen. Die Antragstellerin dürfte auf Rechtsmittel gegen diese Entscheidung verzichten, auch wenn die Gerüchteküche rund um die Vergabe – Stichwort absichtliche Neuausschreibung, um diese auf einen Bieter maßzuschneidern – stark brodelte.

Doch das ist nicht das Einzige, was rund um diese Vergabe kocht. Auch NÖ Verkehrslandesrat Karl Wilfing ist nicht sehr glücklich über die Art der Neuausschreibung und spricht von „Vertrauensbruch“ – das Land NÖ war an dieser Entscheidung nicht beteiligt, an den Kosten für die Wägen aber sehr wohl.

Abgesehen von all dem sind die Wiener Lokalbahnen jetzt gewaltig unter Zeitdruck. Dass die neuen Fahrzeuge – und es sollen ja mehr bestellt werden als in der ersten Ausschreibung, weil der 7,5-Minuten-Takt realisiert werden soll – 2020 vom Stapel laufen werden, scheint aus heutiger Sicht ein mehr als ambitioniertes Ziel zu sein.

An einer raschen Umsetzung der Ausschreibung und Vergabe der Triebfahrzeuge sollte aber mit Hochdruck gearbeitet werden – im Sinne derjenigen, die dieses Verkehrsmittel regelmäßig nutzen.