Väterbeteiligung muss in die Köpfe hinein. Anita Kiefer über die Beteiligung von Vätern am Kinderbetreuungsgeldbezug.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 19. September 2017 (02:44)

Aktuell beteiligen sich knapp 18 Prozent der Väter in Niederösterreich am Bezug des Kinderbetreuungsgeldes, in Österreich sind es 19,4 Prozent. Diese Prozentzahlen sind in den vergangenen Jahren schrittweise angestiegen – bundesweit haben sich 2014 etwa noch 17 Prozent der Väter am Kinderbetreuungsgeld beteiligt. Ziel des Familienministeriums ist, die Väterbeteiligung am Kindergeldbezug bis 2018 auf 25 Prozent anzuheben.

Zum Glück sind Väter, die sich an der Betreuung der Kinder beteiligen, hierzulande mittlerweile keine kompletten Exoten mehr. Dennoch sind es meist die Männer, die nach wie vor mehr verdienen als ihre Partnerinnen, und es sich die Familie daher finanziell nicht leisten kann, auf das Einkommen des Mannes wegen der Kinderbetreuung zu verzichten. Solang dieser Unterschied, woher auch immer er geschuldet sein mag, nicht ausgeglichen ist, werden die Mütter den Löwenanteil an der Kinderbetreuung stemmen (müssen).

25 Prozent Väterbeteiligung bis 2018 ist, insofern sie erreicht wird, jedenfalls ein guter Anfang. Langfristig sollte das erklärte Ziel sein, dass Eltern sich die Karenz aufteilen, so wie sie wollen – ohne von Rollenbildern, betrieblichen Rahmenbedingungen oder gesellschaftlichem Druck in dieser Wahl eingeschränkt zu sein.