Vieles steht und fällt mit Kundenverhalten. Anita Kiefer über die Pläne bei Kika/Leiner für die weitere Zukunft.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 08. Mai 2018 (02:48)

Die Art von Schlagzeilen, mit denen der Möbelhändler Kika/Leiner seit Dezember in den Medien war, wünscht sich wohl niemand. Bilanzskandal rund um den Mutterkonzern Steinhoff, Milliardenschulden und gestrichene Kreditlinien desselben, Gelder, die an Kika/Leiner nicht ausbezahlt werden. Und der Verkauf des Leiner-Flagshipstores auf der Mariahilfer Straße, um die Dezembergehälter der Mitarbeiter in Österreich bezahlen zu können.

Das Ergebnis: Verunsicherte Lieferanten, verunsicherte Kunden, verunsicherte Mitarbeiter und ein Geschäftsführer Gunnar George, der jetzt um Schadensbegrenzung bemüht ist. Es gilt jetzt natürlich, wie George gegenüber der NÖN ausführte, die Kunden wieder zurück in die Kika/Leiner-Filialen zu bringen und das Unternehmen selbst notwendigen Investitionen zu unterziehen, wenn auch langsamer als ursprünglich geplant. Diese Pläne sind, wenn sie richtig umgesetzt werden, sicher die richtige Strategie.

Ob Kika/Leiner auch bei einer möglichen Steinhoff-Insolvenz allein überlebensfähig ist, steht natürlich in den Sternen. Das hängt, wie auch George selbst sagt, von schwer zu beeinflussenden Faktoren wie dem Kundenverhalten ab. Schade um die Diversität am Möbelmarkt und eine österreichische Traditionsmarke wäre es aber allemal.