Verantwortung ist auch beim Konsumenten. Über den Umstand, dass Konsumenten sehr wohl steuern können, was in den Regalen der Lebensmittel-Einzelhändler steht.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 12. März 2019 (02:23)

Mehrweg-Glasflasche oder doch lieber PET bzw. Tetra Pak als Verpackung für die Milch, die täglich auf den Frühstückstisch kommt? Nachdem sich Österreichs größte Molkerei Berglandmilch und die Lebensmittelketten Spar und Rewe dazu entschlossen haben, Milch wieder in Mehrweg-Glasflaschen anzubieten, füllt das Thema die Schlagzeilen.

Dass die Glasverpackungen bei Getränken ein Revival erleben, ist eine Entwicklung, die sich seit einiger Zeit beobachten lässt. Die Milch im Mehrweggebinde hat es jetzt nach fast 20 Jahren auch wieder zurück in die Supermärkte geschafft.

Natürlich haben sowohl Glas als auch PET bzw. Tetra Pak Vor- und Nachteile – etwa hinsichtlich Gewicht, Verwertbarkeit und Reinigung, um nur einige Aspekte zu nennen. Welche Variante nun die umweltfreundlichere und ressourcenschonendere ist, darüber scheiden sich die Geister. Unabhängig davon zeigt dieses Beispiel aber eines sehr deutlich: Konsumenten haben mehr Einfluss darauf, was in den Regalen der Lebensmittel-Einzelhändler steht, als vielen bewusst ist.

Daher gilt: Angeboten wird, was nachgefragt ist. Die Verantwortung darüber, was in den Supermarktregalen steht, liegt also ein großes Stück weit beim Konsumenten.