Weniger Münzen, weniger Stress. Über die geplante Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 04. Februar 2020 (01:59)

Wer kennt das nicht? Man steht an der Kassa, die zu bezahlende Summe macht 13,97 Cent aus. Um das Geldbörsl ein wenig leichter zu machen, beginnt man zu kramen – und zwar nach den Ein- und Zwei-Cent-Münzen, um die sieben Cent „klein“ parat zu haben. Dieser an sich gute Vorsatz artet schnell in Stress aus, wenn der Kassierer einem ungeduldig die Hand hinstreckt oder die Dame hinter einem zu hüsteln beginnt. Die kleinen Münzen sind also Stressbringer.

Das allein ist natürlich noch kein gutes Argument für die Abschaffung der kleinsten unter unseren Münzen, wie sie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu planen scheint. Dazu kommt aber der nicht zu kleine ökologische Fußabdruck, den Transport und Logistik der kleinen Teile verursachen, die noch dazu häufig verloren gehen und daher in großen Mengen produziert werden. Und auch die Herstellungskosten der kleinen Münzen sind nicht unerheblich.

Die Sorge, dass die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen der erste Schritt zur Abschaffung des Bargeldes ist, ist unbegründet. Diesen Zusammenhang gibt es nicht. Die einzige Sorge, die bleibt, ist, dass man sich künftig die genervten Blicke an der Supermarktkassa spart. Und das ist ja gut so.