Wissen der Kinderärzte für Patienten nutzen. Über Wege, die Anreize für junge Ärzte schaffen könnten.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 16. Juli 2019 (02:36)

Die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie hat zwar gerade gezeigt, dass Österreichs Schüler sich gesünder ernähren, mehr an Sport denken und weniger rauchen. Dennoch haben auch Kinder und Jugendliche gesundheitliche Probleme. Angefangen bei Kinderkrankheiten bis hin zu Zivilisationskrankheiten. Die Arbeit der Kinderärzte wird also nicht weniger. Die Kinderkassenärzte aber schon. Zu viele Patienten, zu wenig Zeit für Gespräche, zu wenig Freizeit und andere Honorarvorstellungen schrecken Junge ab. Um das zu ändern, braucht es viele Ansätze, angefangen von mehr Ausbildungsplätzen bis hin zu verschiedenen Arbeitsmodellen, wie halben Planstellen und Gruppenpraxen.

Kinderkassenärzte wünschen sich aber auch die Möglichkeit, ihre Spezialisierungen und persönlichen Kompetenzen besser nutzen zu können. So wie ihre Kollegen im Spital. Neben neuen Leistungen wären da vielleicht auch neue Wege der Zusammenarbeit möglich. So wie etwa Spitalsärzte als Hausärzte einspringen, könnten Kinderkassenärzte umgekehrt ihr Wissen vielleicht in Spitälern einbringen. Oder bei einer anderen Institution im Gesundheitswesen, im Rahmen einer Kooperation. Von ihrem Wissen könnten sicher viele profitieren, vor allem junge Patienten.

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