Zellhofer auf Sisyphos‘ Spuren. Über besondere Herausforderungen für den SKN-Sportdirektor.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 27. Januar 2021 (05:14)

Auch wenn die jüngsten Ergebnisse das nicht gerade untermauern, der SKN St. Pölten hat eine richtig starke Mannschaft zur Verfügung. Die Verpflichtung von Salzburg-Stürmer-Juwel Samuel Tetteh, dessen Entwicklung zuletzt etwas stockte, ist der jüngste Coup, der den St. Pöltnern gelang. Fakt ist, dass Sportdirektor Georg Zellhofer bislang einen tollen Job erledigte. Der Ball liegt jetzt bei Trainer Robert Ibertsberger und seiner Mannschaft, diesen Mix an Potenzial und gestiegener Erwartungshaltung zu kanalisieren.

Wer glaubt, Zellhofer könne sich jetzt im besten Fall zurücklehnen und seinem Team bei der Punkteernte zusehen, der ist schief gewickelt. St. Pöltens (potenzieller) Erfolg ist nämlich ein wenig auf Sand gebaut. Mit Alexander Schmidt, Peter Pokorny und Samuel Tetteh sind drei wichtige Spieler geliehen und vermutlich im Sommer wieder weg. Leistungsträger wie Robert Ljubicic oder Dor Hugi sind zudem unmöglich auf Dauer an der Traisen zu halten.

Schon im Jänner ist klar, dass Zellhofer im Sommer wieder von vorne beginnen muss. Andererseits haben die St. Pöltner damit durchaus Erfahrung. Vor einem Jahr schlugen viele die Hände vors Gesicht, als es keine Chance gab, mit den – für SKN-Verhältnisse – tollen Stürmern Cory Burke und Kwang-Ryong Pak zu verlängern. Sie wurden durch Schmidt und Hugi ersetzt, die es bislang auf 16 Tore brachten. Es geht offenbar immer besser.