10 Listen treten an. Nationalratswahl / Voraussichtlich werden in Niederösterreich am 29. September neben den sechs Parlamentsparteien auch die Neos, die KPÖ, die Piraten und die Christen kandidieren.

Erstellt am 04. August 2013 (15:13)
NOEN
Von Anita Kiefer und Anton Johann Fuchs

Das Unterschriftensammeln ist zu Ende. Am Freitag war die letzte Möglichkeit für Parteien, die bei der Nationalratswahl am 29. September kandidieren wollen, die notwendigen Unterstützungserklärungen einzureichen. Von Anfang an gesichert war das Antreten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach durch die Unterschrift von je drei Abgeordneten. Für alle anderen Parteien galt es, 2.600 Unterschriften für eine bundesweite Kandidatur zu sammeln. 500 waren für ein Antreten in NÖ notwendig.

In ganz Österreich treten die KPÖ sowie erstmals die Piraten und die Neos an. In NÖ wird voraussichtlich auch die Christenpartei CPÖ wählbar sein.
 

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Nikolaus Scherak, Kandidat der Neos. Nikolaus Lackner von der KPÖ. Piraten-Kandidat Thomas Rupprecht. Rudolf Gehring, CPÖ.
 

561 Unterschriften für die Neos in NÖ

Die Neos haben bereits vor zwei Wochen die Unterstützungserklärungen bei der Landeswahlbehörde eingereicht. 561 sammelten sie in NÖ. Nikolaus Scherak ist Spitzenkandidat auf der Landesliste.

596 Unterschriften hat die Kommunistische Partei KPÖ eingereicht. „Wo wir Kommunisten mit Mandataren vertreten sind, beweisen wir täglich aufs Neue, wie wichtig es ist, für die Menschen und nicht für Banken und Konzerne da zu sein“, so NÖ-Spitzenkandidat Nikolaus Lackner.

NÖ Piraten-Kandidat Walter Bonhardi bestätigte am Freitag: „Wir haben in Niederösterreich 561 Unterschriften eingereicht, meines Wissens sind auch alle gültig.“ Als Spitzenkandidat der Piraten geht in NÖ Thomas Rupprecht ins Rennen. Bei der Landtagswahl im März kandidierten die Piraten in Gänserndorf und erhielten dort 501 Stimmen (0,05 Prozent).

„In NÖ haben wir rund 520 Stimmen eingereicht“, bestätigte auch der Spitzenkandidat der CPÖ Rudolf Gehring. „Bis auf Wien und Kärnten haben wir es auch in den anderen Bundesländern geschafft.“

Auch die Männerpartei, die Monarchisten und die EU-Austrittspartei versuchten in NÖ, die 500 Unterschriften für die Kandidatur zu sammeln. Hannes Hausbichler, Bundesvorsitzender der Männerpartei, erklärte, dass die Männerpartei nur in Vorarlberg kandidieren wird.

Die Monarchisten schafften laut Sekretär Alexander Simec die notwendige Anzahl an Unterschriften in keinem Bundesland. 79 Unterschriften kamen in NÖ zusammen, 364 bundesweit.

Die EU-Austrittspartei hat keine Unterschriften abgegeben, bestätigt die NÖ-Wahlbehörde. Der Gablitzer Robert Marschall von der EU-Austrittspartei wollte – zumindest gegenüber der NÖN – keine diesbezüglichen Auskünfte geben. Auf der Liste ist er nur in Vorarlberg.

Die Mutbürger, die bei der NÖ Landtagswahl am Start waren, bemühten sich nicht um eine Kandidatur bei der Nationalratswahl. „Wir wollen einen konsequenten Aufbau in ganz Österreich haben. Dazu wollen wir erst das Kernland Niederösterreich stärken und bei den Gemeinderatswahlen in zwei Jahren antreten“, erklärte Mutbürger-Sprecher Robert Moser.

Am Donnerstag gibt die Landeswahlbehörde die offizielle Liste der kandidierenden Parteien sowie deren Kandidaten bekannt. Bis dahin werden auch die Unterschriften noch auf ihre Gültigkeit überprüft.


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