13 Schulen mit NAWI-Schwerpunkt. Mehr Physik, Mathe, Chemie und Co. stehen in 13 Mittelschulen ab September auf dem Stundenplan. Forschend und experimentierend sollen die Kinder dort mehr über Naturwissenschaften und Technik lernen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. Januar 2020 (09:57)
Freuen sich auf die neuen NAWI-Schwerpunkte: Die Direktoren Bernhard Bachofner (MS Schweiggers), Gerlinde Stadler (MS Schwadorf), Christa Friedl (MS Guntramsdorf) und Cornelia Wagner-Sturm (MS Aschbach), Bildungsdirektor Johann Heuras, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und die Direktoren Karl Kager (MS Kirchberg am Wechsel), Helga Diensthuber (MS Sieghartskirchen), Renate Schodl, (MS Poysdorf), Erika Frühwald (Leiterin der ARGE Naturwissenschaften NÖ).
NLK Pfeiffer

Unterricht im Labor, Physik-Experimente oder Exkursionen, um die Natur zu erkunden: Niederösterreichs Schüler sollen ab dem kommenden Schuljahr noch mehr über Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik lernen. An insgesamt 13 Bildungsstätten wird es, wie Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras verkündeten, ab September NAWI-Schwerpunkte geben. 

Ausprobiert wurde das Modell an sechs Pilot-Schulen bereits im Vorjahr. „Der Schwerpunkt hatte von Beginn an hohe Attraktivität für  Schüler und auch die Eltern-Resonanz ist sehr positiv. So freuen wir uns sehr, dass wir heute einen Ausbau der NAWI-Schulstandorte auf insgesamt 13 ankündigen können“, sagt Teschl-Hofmeister. Damit soll einerseits dem Interesse der Schüler an Naturwissenschaft und Technik, andererseits auch den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes nach mehr Fachkräften Rechnung getragen werden. 

Angeboten wird an den NAWI-Schulen, die sich mit einem Konzept bewerben mussten, der neue Gegenstand „MINT", der in Kleingruppen und Praxis-orientiert mit forschendem Lernen geführt wird. Kinder können hier an ausgewählten, gemeinsam festgelegten Themen den Zusammenhang von Naturwissenschaft und Technik begreifen und vertiefen. Im Mittelpunkt steht die Förderung von vernetztem, fächerübergreifendem Unterricht, der handlungs- und projektorientiert umgesetzt wird.

Weil "NAWI" offiziell kein Schwerpunkt ist,
muss das Land zahlen

Ganz leicht ist die Umsetzung für Niederösterreich aber nicht, wie Heuras betont. Während Sport- und Musik-Schwerpunkte offiziell anerkannt und vom Bund unterstützt werden, gebe keine zusätzlichen Ressourcen für NAWI-Schwerpunkte. "Das Land muss hier einspringen", sagt der Bildungsdirektor und hofft, dass auch naturwissenschaftliche Schwerpunkte in Zukunft vom Bund unterstützt werden. 

An folgenden Schulen gibt es ab dem kommenden Schuljahr NAWI-Schwerpunkte: 

  • MS Schweiggers
  • MS Poysdorf 
  • MS Aschbach Markt 
  • MS Sieghartskirchen 
  • MS Guntramsdorf
  • Europäische Mittelschule Schwadorf 
  •  MS Kirchberg am Wechsel

Das waren die Pilot-Schulen:

  • MS Raabs
  • MS Lassee
  • MS Ybbsitz
  • MS St. Pölten III und IV
  • MS Wiener Neustadt