200 Jugendliche als Ersthelfer geschult. Bei einem Erste-Hilfe-Wochenende an Landwirtschaftsschulen für Landjugend wurde den Schülern vermittelt, wie sie bei Notfällen rasch, sicher und kompetent helfen können.

Erstellt am 27. März 2014 (13:53)
NOEN, Jürgen Mück
Die Personen v. l.: Reinhard Polsterer (Geschäftsführer der Landjugend NÖ), Dipl.-Päd. Elisabeth Ebner-Fenz (Landesgeschäftsführerin JRK), Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz, Verena Hainzl (Landesleiterin Landjugend NÖ), Schulinspektorin Ing. Agnes Karpf-Riegler und Fachlehrer Dipl.-Ing. Günther Kodym. Foto: Jürgen Mück
„Bei Notfällen ist schnelles Handeln gefragt. Oft kann das richtige Reagieren sogar lebensrettend sein, deshalb wurde die Erste-Hilfe-Initiative für Jugendliche gestartet, die von der Landjugend, den Fachschulen, dem Roten Kreuz und dem Jugendrotkreuz unterstützt wird“, betont Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz.

Ersthelfer an fünf Schulen und vier Rot-Kreuz-Stellen ausgebildet

„An fünf Schulen und vier Rot-Kreuz-Stellen wurden am vergangenen Wochenende rund 200 Jugendliche als Ersthelfer bestens geschult, um bei Notfällen rasch, sicher und kompetent helfen zu können“, so Schwarz.

„Jährlich verunglücken in Österreich über 820.000 Menschen bei Unfällen, davon sind rund 164.000 Kinder unter 15 Jahren, was für uns Anlass genug war, diese Erste-Hilfe-Aktion zu initiieren. Aber auch Prävention und einfache Sicherheitsmaßnahmen sind für die Reduzierung von Unfällen mit einzubeziehen.“
 
Wiederholung der Aktion auch im nächsten Jahr geplant

„Gerade in der Schule und in der Landwirtschaft ist man häufig mit Unfällen konfrontiert, wo man schnell reagieren muss. Die geschulten Jugendlichen wissen nun, was sie als Ersthelfer zu tun haben und können lebensrettenden Sofortmaßnahmen anwenden. Besonders erfreulich ist, dass sich so viele Jugendliche beteiligten“, erklärt Schulinspektorin Ing. Agnes Karpf-Riegler.

„Die Erste-Hilfe-Initiative, die zum ersten Mal durchgeführt wurde, zeigt, dass durch kompetente Zusammenarbeit alle Beteiligten profitieren. Die Landwirtschaftlichen Fachschulen, die Landjugend, das Rote Kreuz und das Jugendrotkreuz kooperierten vorbildlich, sodass eine Wiederholung der Aktion im nächsten Jahr schon in Planung ist“, so Reinhard Polsterer, Geschäftsführer der Landjugend NÖ, und Dipl.-Päd. Elisabeth Ebner-Fenz, JRK-Landesgeschäftsführerin.
 
Erste Hilfe für die Praxis

Die Kurse fanden an Landwirtschaftlichen Fachschulen Pyhra, Sooß, Tulln, Warth und Hollabrunn sowie an den Rot Kreuz-Stellen Scheibbs, St. Peter, Götzendorf und Waidhofen an der Ybbs statt. Das Kurskonzept setzt auf viele praxisnahe Übungen, wie die Versorgung akuter Notfälle und die Behandlung von Wunden.  

Vor allem der praktischen Anwendung kommt dabei große Bedeutung zu. Kursinhalte waren unter andrem die Rettungskette, Sicherung einer Unfallstelle, stabile Seitenlage und Wiederbelebung bei Herz-Kreislaufstillstand. Darüber hinaus erlernten die Jugendlichen die wichtigsten Hilfeleistungen im Straßenverkehr