54 Millionen Euro für NÖ Lehrlingsoffensive. Die größte in Niederösterreich je angelaufene Initiative zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit und der Qualifizierungsförderung von jungen Erwachsenen wurde allein im heurigen Jahr seitens des Landes NÖ gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice NÖ und dem Europäischen Sozialfonds mit 46 Millionen Euro unterstützt. An dem Modell wird auch in Zukunft festgehalten. Für das kommende Jahr wurden die Mittel bereits jetzt auf 54 Millionen Euro erhöht.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 24. Dezember 2020 (10:15)
Von links nach rechts: Jasmin Steindl aus Kirchberg/Pielach (ÜBA-Lehrling), Landesrat Martin Eichtinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich und Michael Menda aus Böheimkirchen (ÜBA-Lehrling)
 
NLK Pfeiffer

„Mit der NÖ Lehrlingsoffensive investieren wir in die Fachkräfte von morgen. Insgesamt 4.746 junge Menschen konnten wir heuer im Zuge dieser Maßnahme unterstützen. Gerade in Zeiten wie diesen freuen wir uns über jeden Einzelnen, dem wir damit Hilfestellung und eine Perspektive für seine berufliche Zukunft geben können“, betont Mikl-Leitner.

Und dies unter verschärften Bedingungen: Trotz Lockdown und Distance-Learning konnten mit Ende November rund 2.050 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zuge der NÖ Lehrlingsoffensive an ihrer beruflichen Qualifizierung weiterarbeiten.

„Besonders erfreulich ist, dass es heuer über 1.150 Personen geschafft haben, eine fixe Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz zu bekommen. Das zeigt uns, dass

die Unterstützung da ankommt, wo sie gebraucht wird“, freut sich der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger.

AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich: „Wir sehen in unserer täglichen Arbeit, dass gerade Menschen ohne Berufsausbildung ein enorm hohes Risiko haben, arbeitslos zu werden. Aus diesem Grund ist es mir sehr wichtig, jungen Menschen in Niederösterreich mit der Lehrlingsoffensive eine Perspektive zu bieten.“

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Niederösterreich machen eines deutlich: Mit Ende November waren 5.249 Jugendliche bis 25 Jahre arbeitslos gemeldet – im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar ein Plus von 18 Prozent. Bei den Lehrstellensuchenden waren es rund 1.000 Personen, also um 6,4 Prozent weniger als im November 2019. Dem gegenüber stehen 705 offene Lehrstellen (ein Plus von 0,3 Prozent zum Vorjahr).

Eine Bilanz, die Grund zur Freude und Zuversicht gibt. „Trotz Wirtschaftskrise und Corona-Pandemie ist es gelungen, die Zahl der Lehrstellensuchenden zu minimieren. Das zeigt, dass auch in herausfordernden Zeiten am Arbeitsmarkt Fachkräfte dringend gebraucht werden“, halten Mikl-Leitner, Eichtinger und Hergovich fest.

Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Arbeit noch nicht getan ist. „Hier heißt es langfristig dem vorherrschenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und auch künftig gut ausgebildete Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu bringen – auch mithilfe der NÖ Lehrlingsoffensive“, so der Landesrat. Und der AMS NÖ-Chef ergänzt: „Wir ziehen alle an einem Strang und arbeiten dafür, niemanden am Arbeitsmarkt zurückzulassen.“