VP NÖ erarbeitet "blau-gelbes Zukunftsprogramm". Die Volkspartei Niederösterreich erarbeitet ein "blau-gelbes Zukunftsprogramm", das im Frühjahr 2018 präsentiert werden soll.

Von Redaktion, APA und Christoph Dworak. Update am 22. Juli 2017 (17:36)
Christoph Dworak
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in Mödling

Einen "Programmtag" am Samstag in der HTL Mödling bezeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einem Pressegespräch als diesbezüglichen "Zwischenschritt". Mittlerweile gebe es bereits 3.000 "blau-gelbe Vordenker".

Mikl-Leitner verwies darauf, dass "für einige bereits Wahlkampf" (NÖ wählt im ersten Quartal 2018, Anm.) und für die meisten derzeit Urlaubszeit sei. Für die Volkspartei NÖ sei "Arbeitszeit". Der Programm-Prozess sei beim Landesparteitag am 25. März gestartet worden. Seither hätten 2.000 Mitglieder und Funktionäre in 20 Bezirkskonferenzen Ideen entwickelt und sich zudem 1.000 weitere Landsleute eingebracht.

Lobau-Tunnel: Mit Häupl auf „ein klares Ja“ verständigt

Auf neue Herausforderungen müssten neue Antworten gegeben werden, sagte die Landeshauptfrau. Diese sollen jedoch "nicht von oben" verordnet, sondern mit den Niederösterreichern entwickelt werden. Denn: "Im Miteinander liegt der Erfolg." Sie sei zudem "überzeugt, dass inhaltliche Arbeit von den Landsleuten gewünscht wird" und wichtiger sei als Plakate oder Hochglanzbroschüren, so Mikl-Leitner.

Der "Programmtag" in Mödling sei von intensiven Diskussionen geprägt gewesen. Dazu sei mit Fachleuten von Universitäten auch die "Expertise von außen" eingeholt worden, so Mikl-Leitner. Behandelt wurden am Samstag in Arbeitskreisen die Themen "Wirtschaft und Digitalisierung", "Arbeitsmarkt und Mobilität", "Bildung und Wissenschaft", "Miteinander der Generation" sowie "Ländlicher Raum und urbane Zentren".

Die Volkspartei NÖ werde die landesweite Diskussion auch im Sommer weiterführen, wurde in Mödling angekündigt. Es gehe um die Entwicklung Niederösterreichs. Es werde kein Wahlkampfprogramm erarbeitet, sondern ein Programm für die Zukunft des Landes, unterstrich Mikl-Leitner.

Angesichts der massiven Staus auf der Südosttangente hat Mikl-Leitner auf NÖN-Anfrage zudem versichert, dass sie wegen des Lobau-Tunnels persönlich im Gespräch mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl, SPÖ, sei und sich beide auf „ein klares Ja“ zum Projekt verständigt hätten.

Sobald es einen positiven Bescheid des Verwaltungsgerichtshofes in umweltrechtlicher Hinsicht gebe, könne man mit dem Bau starten: „Die Finanzierung ist gesichert“, machte die Landeshauptfrau den staugeplagten Pendlern ein wenig Hoffnung auf Entlastung..