30.000 Beamte gehen auf die Straße. Die Beamten gehen am Mittwochnachmittag auf die Straße.

Erstellt am 18. Dezember 2013 (05:16)

Mit einer Großdemonstration am Ballhausplatz wollen sie gegen die stockenden Gehaltsverhandlungen, den Bruch der sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten durch die Regierung beim Beschluss des Lehrerdienstrechtes sowie die angespannte Personalsituation in vielen Bereichen in Folge des fortgesetzten Aufnahmestopps protestieren.

Verkehrsbehinderungen zu befürchten

Erwartet werden dazu bis zu 30.000 Teilnehmer aus ganz Österreich und aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Zu befürchten sind größere Verkehrsbehinderungen in der Wiener Innenstadt, weil die Demonstranten nicht nur mit Zügen, sondern auch mit 150 bis 200 Bussen anreisen und die Busse am Ring geparkt werden. Die Ringstraße wird deshalb zwischen Operngasse und Stadiongasse zwischen 12 und 18 Uhr gesperrt.

Dienstbetrieb ohne Einschränkungen

Sowohl die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für den Bundesdienst als auch die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten für den kommunalen Bereich gehen davon aus, dass der Dienstbetrieb grundsätzlich ohne Einschränkungen aufrechterhalten wird. Nicht ganz ausschließen kann die Gewerkschaft allerdings, dass es "im einen oder anderen Fall" doch zu Behinderungen kommen könnte, die auch die Bürger spüren könnten, allerdings nicht bei den Spitälern.

An den Schulen könnten einzelne Unterrichtsstunden ausfallen, es gibt jedoch Ersatzbetreuung. Vor allem die AHS-Vertreter betonten, Lehrer könnten "so viel Unterricht entfallen lassen, wie es für die Anreise und Teilnahme erforderlich ist". Sie sollen von "nicht solidarischen" Kollegen ersetzt werden, um die Schüler zu beaufsichtigen.

Verhandlungen erst nach Weihnachten

Laut Beamtenminister Ostermayer wird es vor den Weihnachtsfeiertagen wohl keine weitere Verhandlungsrunde zum Beamtengehalt mehr geben. "Nach Weihnachten werden wir natürlich weiterreden", sagte er am Dienstag im ORF-"Report". Ob plus 1,7 Prozent das letzte Angebot der Regierungsseite war, ließ Ostermayer am Vortag der Beamtendemonstration in Wien offen.