350 Millionen Euro für Rettung der Wälder. 350 Millionen Euro für wird es für Maßnahmen wie Wiederaufforstung, Waldpflege und Forschung geben. Die Summe wurde im Ministerrat beschlossen und soll unter anderem helfen, die Schäden nach der Borkenkäfer-Invasion des Vorjahres abzumildern.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Juni 2020 (13:46)
Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
Paul Gruber


„Der neue Waldfonds ist ein wichtiger Schritt zur Rettung unserer Wälder, damit kann das angekündigte Investitionspaket in der Höhe von 350 Mio. Euro umgesetzt werden. Das Geld ist unbedingt notwendig, um den Wald am Leben zu erhalten“, bedankt sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Niederösterreich ist auf Grund der großen Anzahl an Borkenkäferschäden eines der Bundesländer, das am meisten davon profitieren wird. 

Schwerpunkt auch auf der Forschung

Das im Ministerrat beschlossene Paket umfasst solch wichtige Maßnahmen wie die Wiederaufforstung nach Schadereignissen, klimafitte Wälder und Waldpflege, die Abgeltung von Borkenkäferschäden und die Errichtung neuer Nass- und Trockenlager, um das Schadholz rasch aus dem Wald zu bringen. „Zusätzlich soll auch ein Schwerpunkt auf die Forschung und auf den Holzbau gelegt werden“ so Pernkopf.

"Schaden am Wald betrifft die ganze Gesellschaft"

Schon im Vorjahr fielen dem Borkenkäfer in Niederösterreich 2,2 Mio. Festmeter Holz zum Opfer, für heuer muss man mit einer ähnlichen Katastrophe rechnen. Insgesamt mussten in den letzten Jahren rund 20.000 Hektar Waldflächen abgeholzt werden, davon 13.000 Hektar im Waldviertel. Wärme und Trockenheit begünstigen die Vermehrung der Käfer in unseren Wäldern. Pernkopf: „Der Schaden ist enorm, er trifft aber nicht nur die Waldbesitzer, sondern die gesamte Gesellschaft, denn der Wald ist Wasserspeicher, sorgt für saubere Luft und kühlt das Klima. Investitionen in die Wiederaufforstung von klimafitten Wäldern und Entlastungen für die betroffenen Waldbauern sind daher dringend notwendig.“