NÖ Landesrat sieht Vorgehensweise bestätigt. In Hinblick auf eine Studie des deutschen Beratungsunternehmens Civity Management Consultants, wonach das 365-Euro-Jahresticket den Wiener Linien keine überproportional steigenden Fahrgastzahlen brachte, hat Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) den eingeschlagenen Weg und damit das Nein zur Einführung einer solchen Karte bestätigt gesehen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 17. Juli 2019 (11:31)
Pixabay

Er kündigte weitere Öffi-Investitionen an.

Die Umsetzung eines 365-Euro-Jahrestickets für den öffentlichen Verkehr wurde in Niederösterreich mehrmals von SPÖ und Grünen gefordert. Im Bundesland hätte die Einführung jährlich 285 Millionen Euro an Mehrkosten zur Folge, hieß es am Mittwoch aus dem Büro des Landesrats.

Schleritzko verwies in einer Aussendung auf in den vergangenen Jahren getätigte Angebotsverbesserungen in Sachen öffentlicher Verkehr. 2019 sollen die Ausgaben für Bus und Bahn um etwa 40 Prozent auf 131 Millionen Euro steigen. "Wir konnten in der Vergangenheit dadurch Fahrgastzuwächse von bis zu 20 Prozent auf den Regionalbahnen erzielen. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter", sagte der ÖVP-Landesrat.

Künftig seine auch Investitionen in das Schienennetz notwendig, betonte Schleritzko. Mit dem 372 Millionen Euro schweren Bahnpaket, auf das sich Land, Verkehrsministerium und die ÖBB im Juni geeinigt haben, sein "ein erster Schritt" gesetzt worden. "Wichtig wird hier vor allem eine rasche Einigung auf eine weitere Stammstrecke durch Wien", hob Schleritzko hervor.