Ab 15. Juni wird vieles anders. Bald fallen die nächsten Einschränkungen. Die NÖN hat den Überblick.

Von Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger. Erstellt am 03. Juni 2020 (02:59)
Ab 15. Juni werden öffentlichkeitswirksame Auftritte mit Mund-Nasen-Schutz wie hier von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Jochen Danninger und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger beim Startschuss für die Corona-Mitarbeitertestungen in der Wachau der Vergangenheit angehören.
Aschauer

Dem raschen Herunterfahren der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens folgt der schrittweise Abschied vom Lockdown. Nachdem nun auch Hotels, Pensionen, Bäder und Fitnessstudios öffnen dürfen, ist der Betrieb in allen Branchen zumindest theoretisch möglich – oft eingeschränkt durch Abstands-Regeln und Mund-Nasenschutz. Doch die nächsten Schritte sind bereits geplant:

Lockerungen beim Mund-Nasenschutz

Ab 15. Juni muss die „Maske“ nur noch in öffentlichen Transportmitteln, in Spitälern, beim Arzt und in der Apotheke getragen werden, in Schulen ist die Tragepflicht bereits gefallen. Verpflichtend tragen müssen den Mund-Nasen-Schutz weiterhin Mitarbeiter in manchen Dienstleistungsberufen, beispielsweise in der Gastronomie und in Frisör-Studios. „Unser Motto lautet: Weiterhin aufpassen, gleichzeitig aufmachen und Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Wichtig sei, dass die Gesellschaft im Umgang mit dem Corona-Virus weiterhin vorsichtig bleibe, die Lockerungen aber die schrittweise Rückkehr in ein normales Leben ermöglichen.

Lockerungen in der Gastronomie

Bis 14. Juni bleibt 23 Uhr die Sperrstunde in den heimischen Wirtshäusern, Restaurants und Pubs – ab 15. Juni gilt 1 Uhr. Dann wird auch die aktuelle und wenig praktikable Beschränkung von maximal vier Personen pro Tisch aufgehoben.

Rückkehr zur Normalität in den Spitälern

Am Höhepunkt der Coronakrise sicherte das Verschieben von nicht-lebensnotwendigen Operationen die Kapazität an Intensivbetten für Corona-Patienten. Besuchsverbote sollten das Infektionsrisiko eingrenzen. Mit dem Sinken der Infizierten-Zahl zieht in den Krankenhäusern langsam wieder die Normalität ein. Die Besuchsverbote werden in den nächsten Tagen schrittweise gelockert, Routine-Eingriffe werden wieder verstärkt durchgeführt.

Schrittweise Rückkehr zur Reisefreiheit

Noch läuft der Flugverkehr auf Sparflamme. Das wird sich aber ändern. Die AUA will am 15. Juni den Flugbetrieb wieder starten, andere Airlines folgen. Auch die Reisefreiheit kehrt langsam zurück: Ebenfalls mit 15. Juni werden die Einschränkungen bei der Einreise aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn sowie Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz aufgehoben. Bis dahin muss weiter ein „triftiger Grund“ – also ein nicht-touristischer – für den Grenzübertritt vorliegen.

Sonderregelung für Risikogruppen verlängert

Wer von der Sozialversicherung als Angehöriger einer Risikogruppe eingestuft wird, sollte derzeit von Zuhause aus arbeiten oder vom Dienstgeber freigestellt werden. Der Schutz gilt vor allem für Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie Nieren-, Lungen- und Herzerkrankungen. Diese Regelung wurde vorerst bis Ende Juni verlängert.

Kindergärten in den Ferien geöffnet

Die Kindergärten in Niederösterreich bleiben erstmals auch in den Ferien durchgehend geöffnet. 4,5 Millionen Euro stellt das Land für die Ferienbetreuung zusätzlich zur Verfügung – und hofft darauf, dass sich Pädagoginnen und Pädagogen freiwillig für den Feriendienst melden – um den Eltern „ein möglichst sorgenfreies Zurückkehren in den Berufsalltag zu ermöglichen“, wie Mikl-Leitner betont. Zudem erhalten die Gemeinden eine höhere Förderung für Ferienbetreuungsangebote für Schul- oder Kindergartenkinder.

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