Bessere Hilfe bei Verletzungen von Bundesbediensteten. Vizekanzler und Beamtenminister Strache kündigt  eine Neuregelung bei Körperverletzungen und Unfällen im Dienst an.

Erstellt am 06. Februar 2018 (15:31)
Strache kündigt Verbesserungen an
APA

Für Bundesbedienstete – immerhin 21.000 davon sind in Niederösterreich im Einsatz – gibt es künftig eine ausgeweitete finanzielle Absicherung und Vorschüsse, wenn sie Opfer von Angriffen werden. Mitarbeiter im Staatsdienst, die bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt werden, erhalten ab 1. Juli dieses Jahres neu geregelte finanzielle Entschädigungen. Eine entsprechende gesetzliche Änderung kündigte der für den öffentlichen Dienst zuständige Vizekanzler Heinz-Christian Strache an.

Vertreter der Beamtengewerkschaft mit dem Vorsitzenden Norbert Schnedl an der Spitze haben in der Vorwoche beklagt, dass Bundesbedienstete – von der Polizei bis zur Justizwache und zu den Finanzbeamten – immer öfter Zielscheibe von Angriffen und Aggression werden (noen.at berichtete). Zu Beginn dieser Wochen wurden etwa in Wien neuerlich mehrere Polizisten bei Einsätzen verletzt.

Die von Strache zugesagte Neuregelung sieht nun vor, dass wie von der Gewerkschaft verlangt, einheitlich ein Vorschuss bezahlt wird. Dieser beträgt nach Angaben des Vizekanzlers bis zu 70.000 Euro für Bedienstete. Damit werden Heilungskosten, Schmerzensgeld und Verdienstentgang für Mitarbeiter abgegolten, die unmittelbar bei Ausübung des Berufes einen Dienstunfall erleiden. Der Vorschuss wird an auch Mitarbeiter, die in der Ausbildung bei Heer oder Polizei verletzt wurden, gewährt.

Bei Tod im Dienst 115.000 Euro

Kommt ein Bundesbediensteter bei der Ausübung seines Dienstes ums Leben, dann erhalten die Hinterbliebenen eine einmalige Summe von rund 115.000 Euro. Darin sind auch Begräbniskosten beinhaltet. Bis zu maximal 5000 Euro an Begräbniskosten übernimmt der Bund auch dann, wenn ein Bundesbediensteter im Dienst ums Leben kommt und eine Person, die nicht Angehöriger ist, die Bestattungskosten trägt.

Strache verweist darauf, dass mit dieser Vereinheitlichung der finanziellen Absicherung ein Fortschritt erfolgt. Damit stelle der Bund als Dienstgeber klar, wie Strache in einer Aussendung betont, „dass alle Bediensteten und ihre Familien gleich viel wert sind“.