Acht Milliarden gegen EU-Jugendarbeitslosigkeit. Europas Staats- und Regierungschefs haben am Freitag in Brüssel grünes Licht zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in der EU gegeben.

Erstellt am 28. Juni 2013 (21:01)

Für 2014 und 2015 sollen demnach sechs Milliarden Euro lockergemacht werden. Durch neu geschaffene Flexibilität im EU-Finanzrahmen soll zudem weiteres Geld in Jugendbeschäftigung investiert werden können. Insgesamt sollen es dann rund acht Mrd. Euro sein.

Neben dem Vorziehen der sechs Milliarden Euro haben die Regierungschefs weitere Maßnahmen ergriffen. EU-Ratspräsident Van Rompuy verwies etwa auf die Jugendgarantie, wonach arbeitslose junge Menschen nach vier Monaten einen Job, eine qualitativ hochwertige Arbeit oder ein Jobtraining bekommen sollen. Außerdem soll die grenzüberschreitende Mobilität verbessert und Lehrlinge stärker gefördert werden.

In 19 EU-Staaten liegt die Jugend-Arbeitslosigkeit über 25 Prozent, in Spanien und Griechenland über 50 Prozent. Österreich verzeichnete zuletzt eine Rate von 8,0 Prozent nach EU-Berechnung.

Bundeskanzler Faymann bezeichnete die Finanzhilfe für die Jugendbeschäftigung von sechs Milliarden Euro in den nächsten beiden Jahren zwar als "richtigen Schritt", verwies aber gleichzeitig darauf, dass "wir damit nicht sechs Millionen Jugendliche von der Straße bringen" können. Um mehr Jugendlichen Arbeit zu geben, "bräuchten wir sechs Milliarden Euro jährlich", bekräftigte der Kanzler.

Auch Sozialminister Hundstorfer begrüßte das EU-Paket zu Jugendbeschäftigung, es sei "absolut richtig und unbedingt notwendig". Unterstützung für das Jugendbeschäftigungspaket der EU kam auch von Wirtschaftskammerpräsident Leitl.