Ärger über Arbeiterkammer. Bauernbund-Reaktion / Kritik an angeblichen Doppelförderungen und falschem Einsatz der Fördermittel für den ländlichen Raum verärgert.

Erstellt am 01. April 2013 (17:25)
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Hermann Schultes liest der Arbeiterkammer vor: In den ländlichen Bezirken wächst die Bruttowertschöpfung überproportional. zVg
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Von Anton Johann Fuchs

Österreich-Präsident Jakob Auer und NÖ-Obmann Hermann Schultes hielten bei einem NÖ-Tag des Bauernbundes mit ihrem Ärger nicht hinter dem Berg: „Wir werden uns das auf Dauer nicht mehr bieten lassen“, kritisiert Auer Arbeiterkammer-Meldungen über Doppelförderungen der Bauern und Kritik am Einsatz der EU-Mittel.

Die Wiener Arbeiterkammer hatte die Regelungen bei den Umweltleistungen als Doppelförderung bezeichnet und eine Umschichtung der Agrargelder für Arbeitsplätze, Infrastruktur und Kinderbetreuungsplätze gefordert.

„Die Arbeiterkammer verwechselt den Landwirtschaftsminister mit dem SPÖ-Sozialminister, der ist der Adressat für soziale Herausforderungen“, ätzt Schultes. Auer bezeichnet die AK-Angriffe als „reine Neiddebatte, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken“.

Dass die Mittel für den ländlichen Raum richtig eingesetzt seien, untermauert Schultes mit Zahlen: „In den ländlichen Bezirken ist die Bruttowertschöpfung pro Kopf um 4,2 Prozent gewachsen, in den urbanen Gebieten um 3,6 Prozent.“

Allein in Niederösterreich sei in der laufenden Agrarperiode eine Milliarde Euro an Investitionen getätigt worden, sagt Schultes: „Jeder NÖ-Bauernhof investiert im Jahr durchschnittlich 24.000 Euro in die regionale Wirtschaft“, sagt Schultes. Damit würden knapp 6.000 NÖ-Arbeitsplätze geschaffen bzw. abgesichert. Die Mittel der Agrarpolitik kämen somit der gesamten Bevölkerung zugute.