Chancen & Risken der Digitalisierung. Hochkarätige Diskussion an Donau-Uni Krems. NÖ-Digitalisierungsplan als Anlass.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 07. Juni 2017 (01:47)
Agenda 2020 in der Donau-Uni in Krems: Staatssekretärin Muna Duzdar.
Agenda

Der Masterplan „Digitalisierung“, den die NÖ Landesregierung umsetzen will, hat in der Vorwoche die Donau-Universität Krems einen Tag zum Treffpunkt von Spitzenvertretern aus den Bereichen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft werden lassen. Die Agenda 2020 hatte zu diesem Treffen geladen, um über die digitale Gesellschaft zu sprechen. Von politischer Seite mit dabei Justizminister Wolfgang Brandstetter, Staatsekretärin Muna Duzdar, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Kremser Bürgermeister Reinhard Resch.

Minister Wolfgang Brandstetter.
Marschik

Sie alle gaben einen Einblick über ihre Bemühungen, die Digitalisierung ihrer Bereiche voranzutreiben. Johanna Mikl-Leitner kündigte auch das „Haus der Digitalisierung“ an, das in NÖ errichtet werden und ein Knotenpunkt von Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Bevölkerung sein soll. Minister Brandstetter berichtete über die Digitalisierungsprojekte im Justizbereich. Nicht ohne darauf zu verweisen, dass dabei schon noch der Mensch im Mittelpunkt bleiben muss. „Und der ist und bleibt analog“, so der Justizminister.

Bei einer Podiumsdiskussion gingen Sektionschefs aus den verschiedenen Ministerien darauf ein, ob es für das Voranschreiten der Digitalisierung auch Regulierungsmaßnahmen benötige. Am striktesten wurde dies vom Innenministerium befürwortet. Wobei gleichzeitig kritisiert wurde, dass die Bundesländer beim Digitalisieren auf kein gemeinsames Niveau verweisen könnten. Was von einigen Teilnehmern kritisiert wurde, sahen andere als Chance. Gerade das Vorpreschen mancher Bundesländer im Bereich Digitalisierung würde Motor für andere sein.