AKNÖ fordert Entgeltfortzahlung bei Katastropheneinsatz. Die Zahl der freiwilligen Hilfskräfte beim derzeitigen Hochwasser ist groß. Ungeklärt sei aber nach wie vor deren Dienstabwesenheit in ihren Hauptberufen, kritisierte die Arbeiterkammer (AKNÖ) in einer Aussendung am Donnerstag.

Erstellt am 06. Juni 2013 (15:32)
"Kein Freiwilliger soll in Zukunft für einen Katastropheneinsatz einen Urlaubstag opfern oder die Zeit wieder einarbeiten müssen", betonte AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala. Er forderte daher die Schaffung eines Freiwilligengesetzes und eine zumindest 14-tägige Entgeltfortzahlung.

Bisher gebe es nur einige Spezialregelungen und diese seien verbesserungswürdig. "Eine allgemeine klare Regelung wäre ein kräftiges Zeichen für die Anerkennung der Freiwilligenarbeit", sagte Fiala.

Eine Entgeltfortzahlung könnte etwa über einen Ersatzfonds finanziert werden: Dienstgeber hätten dann per Antrag die Möglichkeit, den Aufwand für Lohnfortzahlungen an Mitarbeiter im Katastropheneinsatz, abzudecken, hieß es. Auch Kündigungsschutz und die Möglichkeit zur bezahlten Freizeit für Weiterbildungsveranstaltungen für freiwillige Helfer sollte laut AKNÖ geregelt werden.