Neue Regeln für die neue Arbeitswelt. Der designierte Vizepräsident Josef Hager (NÖAAB) sieht Digitalisierung als Herausforderung.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 07. November 2017 (02:38)
Steiner
Der designierte Vizepräsident Josef Hager mit NÖAAB-Landesobmann Wolfgang Sobotka.

In der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) kommt es am Donnerstag zu einem Wechsel. Nach 13 Jahren scheidet Franz Hemm von der NÖAAB-FCG (Fraktion Christlicher Gewerkschafter) als AKNÖ-Vizepräsident aus. Ihm wird der 48-jährige Weinviertler Josef Hager folgen. Der gelernte Bürokaufmann ist seit 2006 Zentralbetriebsratsobmann bei der Drogeriekette „dm“. „Josef Hager verkörpert das moderne Bild des Arbeitnehmervertreters“, streut NÖAAB-Landesobmann Wolfgang Sobotka dem neuen Mann Rosen. Hager ist stets bei den Kollektivvertragsverhandlungen dabei, was ihn laut Sobotka auszeichnet.

Mit dem Grundsatz „Gutes bewahren, aber sich vor neuen Herausforderungen nicht verschließen“ will sich Josef Hager den zukünftigen Anforderungen in der Arbeitswelt stellen. „Und diese Welt dreht sich nicht, sie rotiert“, spricht Hager die zahlreichen Veränderungen, vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung, an. Damit einhergeht die Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Dafür braucht es laut Hager neue Regeln, auch zum Schutz der Mitarbeiter.

Einsetzen will er sich auch für Gesundheit am Arbeitsplatz. Seit 1990 ist die Anzahl der Krankenstandstage um das Dreifache gestiegen. Für Hager ist das nicht nur eine medizinische Frage, sondern eine Frage des Führens. Ein gutes Betriebsklima sorgt erwiesenermaßen für weniger Krankenstand.

Die Zusammenarbeit mit der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter, denen neben AK-Präsident Markus Wieser auch die drei weiteren Vizepräsidenten angehören, will Hager mit „dosiertem Vertrauen und Handschlagqualität“ starten.