Erstellt am 05. Februar 2018, 12:16

von NÖN Redaktion

NÖ: 9000 Asylwerber in der Grundversorgung. Die Zahl der Flüchtlinge ist rückläufig, Niederösterreich beherbergt knapp halb so viele wie Wien.

Viele Betroffene legen gegen einen negativen Asylbescheid in erster Instanz Berufung ein.  |  APA (Symbolbild/dpa)

Mit 59.922 Asylwerbern wird in Österreich derzeit die niedrigste Zahl in der Grundversorgung seit dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Oktober 2015 registriert. In Niederösterreich ist die Zahl, wie der NÖN im Innenministerium erklärt wurde, mit Stand vom vergangenen Freitag auf 9009 Asylwerber in der Grundversorgung gesunken. Der Höchststand in Niederösterreich lag bei rund 15.000.

In Niederösterreich sind momentan im Vergleich der Bundesländer die drittmeisten Flüchtlinge untergebracht. Die mit Abstand meisten, nämlich ein knappes Drittel, sind in Wien einquartiert. Dort sind es derzeit 19.414 Asylwerber. Noch knapp vor Niederösterreich rangiert Oberösterreich, wo nach Angaben des Innenministeriums mit Stand vom vergangenen Freitag, 9877 Flüchtlingen in den Quartieren zur Grundversorgung untergebracht sind.

Bei 40 Prozent läuft die Berufung

Ein Grund dafür, dass die Zahl der Flüchtlinge in der Grundversorgung zwar deutlich zurückgegangen ist – im Laufe des Jahres 2016 waren sogar rund 90.000 untergebracht – aber noch nicht schneller sinkt, ist der Umstand, dass viele Betroffene gegen einen negativen Asylbescheid in erster Instanz Berufung einlegen. Immerhin rund 40 Prozent der knapp 60.000 Flüchtlinge in der Grundversorgung, fallen in diese Gruppe.

Denn beim Bundesamt für Asyl und Fremdenwesen konnte die Zahl der offenen Asylverfahren in erster Instanz inzwischen deutlich reduziert werden. Statt dem Höchstwert von fast 64.000 anhängigen Verfahren sind derzeit rund 31.500 Verfahren noch im Laufen, die Zahl wurde damit mehr als halbiert.