Wien

Erstellt am 08. März 2018, 14:29

von NÖN Redaktion

Gesundheitsministerin plant elektronischen Impfpass. Ressortchefin Beate Hartinger-Klein kündigt für April Gespräche über die Einführung mit den Bundesländern und der Sozialversicherung an.

Beate Hartinger-Klein  |  BKA/Sozialministerium

Alle durchgeführten Impfungen könnten künftig auf der e-card, dem elektronischen Ausweis der Krankenkassen, vermerkt werden. Nach einem Vorstoß der Neos wurde – was nicht alle Tage im Hohen Haus vorkommt -  jetzt  Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ aktiv zu werden. Sie wurde einstimmig beauftragt, die Eintragung von Impfungen in die elektronische Gesundheitakte (Elga) möglichst rasch umzusetzen.

Derzeit ist es so, dass es elektronisch kurzfristig nicht möglich ist, einen Überblick zu haben, ob und welche Impfungen ein Patient bereits durchführen hat lassen. Deswegen ist beispielsweise auch nicht exakt bekannt, wie hoch in Österreich exakt die Durchimpfungsrate beispielsweise bei Masern ist. Die Diskussion um die Notwendigkeit und den Boykott der Masern-Vorbeuge-Impfungen ist in der Vergangenheit in Österreich  vor allem von Impf-Gegnern wie beispielsweise Eltern von Kindergarten- und Schulkindern heftig geführt worden.

Auch der elektronische Impfpass ist allerdings eine Frage des Geldes. Ministerin Hartinger-Klein hat den Parlamentariern im Ausschuss erklärt, sie werde noch im April über diese Frage mit Vertretern des Bundes, der Bundesländer und der Sozialversicherung beraten.  Plattform dafür ist die sogenannte Zielsteuerungskommission, in der alle Gebietskörperschaften Vertreter entsenden, und die für den längerfristigen Kurs im Gesundheitswesen verantwortlich ist. .