Landesrat Waldhäusl ortet "Schächtskandal" in NÖ. Einen "Schächtskandal in Niederösterreich" hat der für Tierschutz zuständige Landesrat Gottfried Waldhäusl am Dienstag geortet. Der FPÖ-Politiker kündigte per Aussendung Anzeige wegen Tierquälerei u.a. gegen einen im Bezirk Korneuburg ansässigen Betrieb an.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 14. September 2021 (11:36)
Gottfried Waldhäusl
Gottfried Waldhäusl
FPÖ

Weiters forderte er vom Bund "ein generelles Schächtverbot" ein: "Bei diesem immer wiederkehrenden schrecklichen Tierleid ist es für mich mit jeglicher Religionsfreiheit vorbei."

Laut Waldhäusl ist Videomaterial aufgetaucht, das zeigt, dass bei einem Schächtvorgang in Niederösterreich nachweislich nicht wie notwendig ein Tierarzt anwesend war. Der Landesrat verfügt außerdem über belastende Hinweise gegen einen Betrieb im Bezirk Korneuburg. "Aktuell schächtet man dort offenbar - ohne Genehmigung - unzählige Schafe ohne die vorgeschriebene Betäubung mittels Bolzenschussgerät. Im Rahmen einer Kontrolle bei der Tierkörperverwertung Saria ist man darauf gestoßen, dass keinerlei dahingehende Spuren ersichtlich sind." Neben einer Anzeige, die noch am (heutigen) Dienstag erstattet werden soll, hielt der Landespolitiker fest, auch die "zuständige Fachabteilung zur restlosen Klärung der Umstände" angewiesen zu haben.

Zum Handeln aufgefordert wurde von Waldhäusl nicht zuletzt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). "Diese beiden Fälle beweisen einmal mehr, welche Zustände in unserem Land vorherrschen und dem Schächttourismus damit Vorschub leisten."