Arbeitsgespräche in Prag. Landeshauptmann Erwin Pröll stattete dem tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka und der Ministerin für regionale Entwicklung Věra Jourová einen Arbeitsbesuch ab. Themen waren etwa der Ausbau der A5 auf tschechischer Seite und eine schnellere Eisenbahnverbindung zwischen Prag und Wien.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 01. Juli 2014 (18:07)
Der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka und Landeshauptmann Erwin Pröll bei dessen Besuch in Prag.
NOEN, NLK Burchhart
"Sehr zufrieden" sei Landeshauptmann Erwin Pröll mit dem Gesprächsverlauf und dem -klima im Dialog mit Tschechiens Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka. Sobotka habe ihm etwa versichert, dass der Weiterbau der Autobahn A5 auf tschechischer Seite oberste Priorität habe, so Pröll.  "Das ist schon sehr viel".

Atommüllendlager als Gesprächsthema

In Sachen Verkehr gäbe es einen weiteres Projekt, verriet Pröll: Ziel der österreichischen Verkehrspolitik sei es, einen Railjet zwischen Wien und Prag zu errichten, mit dem man in rund zwei Stunden von einer Hauptstadt in die andere fahren könne.

Weitere Themen des Besuchs waren etwa ein mögliches Atommüllendlager in Grenznähe zu Österreich sowie eine noch engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung.

Was das Atommüllendlager betrifft, habe er dem tschechischen Ministerpräsidenten sehr eindringlich gesagt, dass "wir größte Bedenken haben", so Pröll. Außerdem sei man bereit, "alle rechtlichen Schritte" zu ziehen, falls es tatsächlich so weit kommen sollte, betonte der Landeshauptmann.