FPÖ will Schwerpunkt-Schulen zu Firmen der Region. Wenn es in einem Gebiet etwa viele Arbeitsplätze in der Holzindustrie gibt, sollen auch Mittelschulen darauf ihren Fokus legen, sagen die Freiheitlichen. So könne man junge Leute in Region halten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 03. März 2021 (11:22)
Die FPÖ hielt ihre Arbeitsklausur ab.
FPÖ NÖ

Schwerpunkt der Arbeitsklausur der FPÖ NÖ war das Thema Arbeit. Aus Sicht der Freiheitlichen müssen Steuern gesenkt oder gänzlich gestrichen werden. "Ich denke da vor allem an Fremdenverkehrsabgaben, die Lustbarkeitsabgabe, die Werbeabgabe und viele weitere Belastungen", sagte Landesparteiobmann Udo Landbauer nach der Arbeitsklausur. Zudem brauche es eine Bildungsreform in Niederösterreich. 

Weil es hierzulande sehr unterschiedliche Industriezweige gibt, sollten die Mittelschulen einer Region jeweils einen Schwerpunkt setzen, der zu den großen Arbeitgebern eines Gebietes passt. „Da, wo es eine Holzindustrie gibt, soll ein Schwerpunkt Holztechnik und Forstwirtschaft gesetzt werden. Da, wo Entsorgungsbetriebe und Schrotthändler tätig sind, ein Schwerpunkt Umwelt und Recycling gesetzt“, erklärt Landbauer. Ähnliches schwebt den Freiheitlichen für Höhere Schulen, speziell HAK und HTL, vor. 

Damit sollen Jugendliche die Chance erhalten, in ihrer Heimat in regional verwurzelten Betrieben in die Berufswelt einzusteigen und einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. "Mit der Regionalisierung und der Vermittlung eines Bewusstseins für die Heimatregion kann es gelingen, dem Fachkräftemangel effektiv und nachhaltig entgegenzuwirken", glaubt Landbauer. Zudem sei das eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 

Bildungsförderung für Lehrlinge

Noch einmal bekräftigt haben die Freiheitlichen außerdem ihre Forderung nach einer Bildungsförderung. "Wir verlangen einen Ausbildungsbonus für Lehrlinge in Niederösterreich, bei dem Lenkerberechtigungen, Fortbildungsmaßnahmen oder auch der Erbwerb von eigenen Arbeitsmaterialien bis zu einem Gesamtbetrag von 2.500 Euro innerhalb von drei Jahren gefördert werden", sagte Landbauer. Damit soll junge Leute einen Anreiz bekommen, eine Lehre zu beginnen.