Erstellt am 07. November 2016, 13:42

von Redaktion noen.at und Christian Eplinger

Mostviertel hat zukunftsträchtige Perspektive. Landeshauptmann Erwin Pröll präsentierte am Montagvormittag im Töpperschloss Neubruck in Scheibbs die Arbeitsschwerpunkte für das Mostviertel.

„Das Mostviertel hat eine unglaublich zukunftsträchtige Perspektive“, führte Pröll aus, dass sich dieses „in den letzten Jahren unglaublich herausentwickelt“ habe. „Es hat sich gezeigt, dass die Landesausstellung – sowohl in der Vorbereitungsarbeit als auch in der Abwicklung – unglaubliche Kräfte mobilisiert und vollkommen neue Zukunftsperspektiven eröffnet hat“, sagt Pröll. „Der Zusammenschluss der Regionen ist keine Selbstverständlichkeit“, sprach der Landeshauptmann bezüglich der Ötscher:Reich-Deklaration von einem „weiteren Kick“ für das Mostviertel.

"Unglaubliche Chance" für Tourismus

„Der Tourismus hat im Mostviertel in der Perspektive nach vorne eine unglaubliche Chance“, berichtete der Landeshauptmann über die positive Bilanz der Landesausstellung: 280.000 Besucher, ein Plus von 15 Prozent bei den Nächtigungen, 40 Millionen Euro Umsatz und 30 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung. „Die Unterzeichnung der Ötscher:Reich-Deklaration und die Werbewirksamkeit der Ötschergräben in der ORF-Sendung 9 Plätze – 9 Schätze sind die nächsten beiden Träger-Raketen, die weiteren Schwung in der Region sorgen werden“, betonte Pröll.

„Das Mostviertel hat eine unglaublich zukunftsträchtige Perspektive“

Erwin Pröll

Weitere Schwerpunkte seien der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Breitbandinitiative. Die wichtigsten Projekte dabei seien der Lückenschluss auf der A1 mit dem sechsspurigen Ausbau zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn, der Ende 2017 fertiggestellt werde, die Umfahrung Wieselburg, deren Verkehrsfreigabe 2020 erfolgen soll („Nach menschlichen Ermessen kann dort jetzt nichts mehr passieren“) und die Umfahrung Pyburg-Windpassing, die seit einem Jahr in Bau ist und deren Verkehrsfreigabe Ende 2017 geplant ist.

Einen „ordentlichen Schub für das Ybbstal“, die Breitbandausbau-Modellregionen im Mostviertel, erwartet sich Pröll von der Glasfaserkabelinfrastruktur, die entlang des Ybbstalradweges zwischen Waidhofen/Ybbs und Lunz verlegt wird. „Was früher vor 40 Jahren das Telefon war, ist heute die Glasfasertechnologie. Sie bietet uns noch ungeahnte Möglichkeiten“, ist Pröll überzeugt.

Sehr dynamisches Arbeitsplatzangebot

Möglichkeiten, die auch dem Arbeitsmarkt und der Wissenschaft zugute kommen werden. Im Bereich der Wissenschaft gäbe es in der Region mit dem WasserCluster Lunz am See und dem Technopol Wieselburg zwei „Hotspots“, die qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in der Region schaffen und gleichzeitig zu besonderen Imageträger – auch auf internationaler Ebene – geworden seien.

Zum Thema Arbeitsmarkt sagte der Landeshauptmann: „Wir haben auch in Niederösterreich eine große Herausforderung vor uns, was den Arbeitsmarkt und die Arbeitsmarktentwicklung anlangt.“ Auf der einen Seite habe man 54.500 Arbeitslose und auf der anderen Seite 606.000 Arbeitnehmer. Beim Anstieg der Beschäftigten verzeichne man einen Anstieg von 1,5 Prozent, bei den Arbeitslosen habe man eine Steigerung von 2,8 Prozent, sprach Pröll von einer „indifferenten Situation“.

In Scheibbs verzeichne man einen Anstieg der Arbeitslosigkeit von ca. sechs Prozent, in Waidhofen/Ybbs habe man mit einem Anstieg von 0,2 Prozent eine stabile Situation und in Melk und Amstetten habe man sinkende Arbeitslosenquoten. Für die betroffenen Gruppen, insbesondere die Langzeitarbeitslosen, habe man seit geraumer Zeit Aktionen zur Arbeitsmarktförderung laufen und dahingehend könne man für das Mostviertel eine positive Bilanz ziehen: So seien 75 Prozent der Teilnehmer aus dem Projektstatus in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen worden.