Arzt-Visite am Telefon. Neben 141 und 144 wird der Notruf NÖ bald einen weiteren Dienst übernehmen.

Von Sophie Priller. Erstellt am 07. Juli 2014 (08:11)
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NÖGKK-Obmann-Stellvertreter Michael Pap, SPÖ-Gesundheitslandesrat Maurice Androsch, ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka und Notruf-NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka. Priller

Voraussichtlich Anfang 2015 soll in NÖ das System TEWEB starten. Dieses Tele-Medizin-System hat das Ziel, schnelle medizinische Information sowie Beratung über Telefon oder Internet zu liefern. So könnte man zum Beispiel ein Foto seines verletzten Fingers via Handy schicken und daraufhin eine ärztliche Einschätzung bekommen. Vor allem zur Abklärung, wo man mit dieser Verletzung hinfahren soll – zum Hausarzt oder ins Spital usw. Die genauen Rahmenbedingungen, wie das System in Zukunft funktionieren soll, werden erst entwickelt.

Aber: NÖ ist eines der Länder, in denen der Probebetrieb durchgeführt wird. Hier hat man schon Erfahrung in diesem Bereich. Immerhin betreut der Notruf NÖ neben der Nummer 144 seit einem Jahr auch die 141, die Nummer des NÖ Ärztedienstes. Da erfährt man, welcher Arzt Dienst hat. Dazu erhält man ärztlichen Rat oder es werden Visiten organisiert.

Im vergangenen Jahr konnten 600 Geburten über das Telefon begleitet und über 60.000 Auskünfte via 141 gegeben werden. Zurzeit gibt es knapp 300 fahrende Ärzte, die von 19 bis 7 Uhr früh in verschiedenen Sprengeln unterwegs sind, und 13 Telemediziner, die die Beratung übernehmen. Durch die Auskünfte kommt es pro Monat zu rund 600 Visiten, in starken Nächten werden über 40 Hausbesuche durchgeführt.