„Auch Lehrlinge sollen was zu feiern haben“. Den 1. Mai nutzt die Junge ÖVP Niederösterreich zur Werbung für die Arbeiterkammerwahl: Benachteiligungen der Lehrlinge will die JVP nicht mehr hinnehmen. Kandidat Lukas Brandweiner will mehr für die Jungen erreichen.

Erstellt am 01. Mai 2014 (14:08)
JVP-Landesobmann Lukas Michlmayr und Kandidat Lukas Brandweiner wollen mehr für die jungen Arbeitnehmer erreichen.
NOEN, zVg/Florian Wegscheider
Am 1. Mai wird jenen Arbeitern gedacht, die für ihre Rechte kämpften. Dass dieser Gedanke auch heute noch aktuell ist, sähe man in der Arbeiterkammer. „Lehrlinge werden geschnitten, wo es nur geht. Deshalb ist es so wichtig, dass auch wir Jungen in der Arbeiterkammer mitbestimmen“, erklärt JVP-Landesobmann Lukas Michlmayr. Gemeinsam mit Kandidat Lukas Brandweiner setzt er sich für die Besserstellung der Lehrlinge ein.

Wählen ab 16 ein Grundrecht

Zum Grundrecht der Lehrlinge soll auch das Wählen ab 16 gehören. „Auf allen politischen Ebenen von den Gemeinden bis Europa dürfen die Jungen mitbestimmen, nur die berufliche Vertretung ist noch nicht in der demokratiepolitischen Gegenwart angekommen“, so Michlmayr.

Und Brandweiner setzt nach: „Wir fordern deshalb die Senkung des aktiven Wahlalters bei Betriebsratswahlen auf 16 Jahre sowie, dass Lehrlinge automatisch in der Wählerevidenz erfasst werden und so ohne Umwege ihre Vertretung wählen können.“

Lehrlingsentschädigung zu niedrig

In allen Berufssparten werden Fachkräfte benötigt. „Immer wieder hört man, dass die Politik die Lehre aufwerten will, aber nicht weiß, wie. Wir liefern da gerne eine Lösung: Die Mindestlehrlingsentschädigung von 500 Euro ab dem ersten Lehrjahr“, so der Kandidat.

Auch die Internatskosten sollen in Zukunft nicht mehr auf die Berufsschülerinnen und Berufsschüler abgewälzt werden. „Viele Lehrlinge können sich das Internat mit der geringen Entschädigung, die sie bekommen, nicht leisten – das muss geändert werden! Denn die Entfernung von Wohn- zu Berufsschulort kann vom Lehrling nicht beeinflusst werden, somit soll er es auch nicht zahlen müssen“, erklärt Lukas Brandweiner.