Auftakt für Ausschuss zum Bildungsvolksbegehren. Im Parlament ist am Donnerstag der Sonderausschuss zum Bildungsvolksbegehren zur ersten inhaltlichen Debatte zusammengekommen. Dass es überhaupt bis zu einer Auseinandersetzung mit den Anliegen der knapp 383.000 Unterschriften schweren Initiative in einem eigenen Ausschuss gekommen ist, werteten sowohl Vertreter der fünf Fraktionen als auch Initiator Hannes Androsch als "ersten großen Erfolg".

Erstellt am 01. März 2012 (15:43)

Im Parlament ist am Donnerstag der Sonderausschuss zum Bildungsvolksbegehren zur ersten inhaltlichen Debatte zusammengekommen. Dass es überhaupt bis zu einer Auseinandersetzung mit den Anliegen der knapp 383.000 Unterschriften schweren Initiative in einem eigenen Ausschuss gekommen ist, werteten sowohl Vertreter der fünf Fraktionen als auch Initiator Hannes Androsch als "ersten großen Erfolg".

"Es ist mit Sicherheit nicht alles schlecht, was unser Bildungssystem anlangt", so Ex-SP-Vizekanzler Androsch in seinen einleitenden Worten vor dem Ausschuss, dem neben Fraktions- und Interessensvertretern auch Experten sowie Unterrichtsministerin Schmied beiwohnten. Viele qualifizierte Pädagogen änderten aber "nichts daran, dass es beträchtliche Schwächen gibt". "Machtpolitische, regionale und interessenbezogene" Hürden zu beseitigen, sei "überfällig" und erfordere eine "nationale Kraftanstrengung" hin zum chancengerechten Bildungssystem.

Optimistisch ob einer positiven Wirkung und eines konkreten Ausgangs des Sonderausschusses zeigten sich alle Parteien. Einig war man sich bei der Notwendigkeit eines neuen Dienst- und Besoldungsrechts sowie einer neuen Pädagogenausbildung als "entscheidende Voraussetzungen, um Bestrebungen in den anderen Punkten voranzubringen", so der Vorarlberger Landesrat Siegi Stemer (ÖVP), der unter den zwölf Forderungen durchaus "manch diskussionsbedürftige Punkte" ortete. Strittige Punkte zwischen den Fraktionen wie etwa die von der Androsch-Initiative geforderte gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen wurden bei der einleitenden Generaldebatte jedoch ausgespart.