Neues Gentechnik-Vorsorgegesetz. Am kommenden Donnerstag soll im NÖ Landtag das neue Gentechnik-Vorsorgegesetz beschlossen werden.

Erstellt am 18. Mai 2015 (14:04)
NOEN, NLK/Pfeiffer
EU-Parlamentsabgeordnete Elisabeth Köstinger und Agrarlandesrat Stephan Pernkopf präsentierten das neue Gentechnik-Vorsorgegesetz.
Dieses präsentierte Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf (VP) gemeinsam mit EU-Parlamentsabgeordneter Elisabeth Köstinger (VP). Bereits 2005 habe Niederösterreich als erstes Bundesland ein Gentechnik-Vorsorgegesetz beschlossen, so Pernkopf im Rahmen einer Pressekonferenz. „Wir werden nun auch die ersten sein, die die neuen Chancen nutzen und das Verbot für die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen festschreiben", erklärt Landesrat Pernkopf. Das neue Gesetz schaffe damit noch mehr Sicherheit hinsichtlich des Verbots von gentechnisch veränderten Pflanzen beim Anbau.

Rasche Zusammenarbeit mit Brüssel

In Niederösterreich werde auf 20 Prozent der Fläche biologisch produziert  - dies auch für die Zukunft zu gewährleisten, das stelle das neue Gesetz sicher, so Pernkopf, der aktuell ‚Vorsitzender der österreichischen Landes-Agrarreferenten ist. 

Diese Gesetzesvorlage sei ein gutes Beispiel, „wie rasch die Bundesländer und Brüssel zusammenarbeiten und wie ökosoziale Agrarpolitik in der Praxis aussieht", hob Pernkopf hervor. „Für Österreich ist es sehr wichtig, eine klare Gentechnikfreiheit im Anbau zu haben, weil es hier bei uns einen starken Schulterschluss zwischen den Konsumenten und der Landwirtschaft gibt", sagte Köstinger. Dieses Thema könne Österreich nicht alleine regeln, „darum muss die Europäische Union die Rahmenbedingungen schaffen und die Voraussetzungen liefern", so die EU-Parlamentsabgeordnete.