SPÖ NÖ ortet "große Sorgen bei NÖ-Familien"

300 Zuschriften innerhalb von zwei Wochen gingen beim "Online-Beschwerdebriefkasten" der SPÖ NÖ ein. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerschaft werden zum Schulstart auf eine harte Probe gestellt, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Kocevar. Die SPÖ NÖ spricht sich für eine dreiwöchige, kostenlose Sommerschule mit 10.000 Plätzen im nächsten Jahr aus.

NÖN Redaktion Erstellt am 16. September 2021 | 14:23
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SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar bei der Präsentation des "Online-Beschwerdebriefkastens", eingerichtet von der SPÖ NÖ.
Foto: SPÖ NÖ

311 Zuschriften landeten bis dato in dem von der SPÖ NÖ initiierten "Online-Beschwerdebriefkasten". Besonders viele Mails kamen am Tag der ersten PCR-Tests mit Schulbeginn rein. Neben den Anlaufschwierigkeiten rund um die Testungen bei Schulbeginn ging es in vielen Zuschriften vorallem um um die Sommerschule.

„Auch nach 18 Monaten Pandemie stellen sich in den ersten Schulwochen einmal mehr eine Menge Fragen für die SchülerInnen, Eltern, PädagogInnen und Gemeinden. Den Menschen fehlt ein schlüssiger Plan seitens des Bildungsministeriums“, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar zu den Zuschriften. Jede einzelne zeige die große Unsicherheit in der Schulgemeinschaft. Das Schulchaos müsse gestoppt werden und das gefährliche Spiel mit der Gesundheit, Sicherheit und Bildungszukunft unserer Kinder und Jugendlichen dürfe keine weitere Fortsetzung finden, fordert Kocevar.

Sommerschule: "Gut" aber "mangelhafte Umsetzung"

„Viele Eltern haben uns geschrieben, dass sie die Sommerschule als eine gute Einrichtung empfinden würden, allerdings sei sie in der Umsetzung mangelhaft", sagt SPÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar. In einem konkreten Fall hätte ein Vater aus NÖ die Sommerschule aufgrund horrender Kosten für eine alternative Nachhilfe gerne angenommen, kritisierte jedoch den Lauf „von Pontius zu Pilatus“ , um überhaupt einen Platz zu bekommen: Der Sommerschul-Standort war etwa 30 bis 40 km vom Wohnort der Familie entfernt.

Die SPÖ NÖ spricht sich für eine dreiwöchige, beitragsfreie Sommerschule aus und will 10.000 Sommerschulplätze im nächsten Jahr in NÖ etablieren. Am Vormittag solle Schulbetrieb für 700 bis 800 Klassen stattfinden, am Nachmittag Ferienbetreuung in Kooperation mit den Gemeinden und Vereinen vor Ort.

Kocevar: "Auf Tauchstation zu gehen ist kein Plan"

Mit Kritik an der Arbeit von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in den letzten 18 Monaten wartet Kocevar auf: "Auf Tauchstation zu gehen und den Ländern die Verantwortung umzuhängen ist kein Plan", sagt Kocevar. Der SPÖ NÖ gehe es darum. Verantwortung zu übernehmen und endlich Lösungen erarbeiten, "gemeinsam mit den Menschen, die tagtäglich im Schulbetrieb stehen – Eltern, PädagogInnen, SchülerInnen und BürgermeisterInnen.“

Über 200.000 Bewohner (206.690 bzw. 12,2 Prozent der nö. Bevölkerung) in NÖ und somit jede/r Achte Niederösterreicherin bzw. Niederösterreicher ist Schülerin bzw. Schüler. Knapp zwei Drittel (63,2 Prozent) davon sind Volksschüler, Mittelschüler, Schüler der AHS-Unterstufe bzw. Schüler der polytechnischen Schule. Mehr als 23.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in NÖ. 1.400 Schülerinnen und Schüler wurden bis Anfang September 2021 für das neue Schuljahr in Niederösterreich durch ihre Eltern abgemeldet und werden im häuslichen Unterricht unterrichtet,

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