Besserer Naturschutz. Aufruf / Umweltorganisationen fordern mehr Geld und Engagement für Naturschutz. Landesrat Pernkopf verspricht Gesprächsbereitschaft.

Erstellt am 01. April 2013 (17:25)
Von Gerald Burggraf

„Naturschutz zum Nulltarif gibt es nicht “, betonte Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes vergangene Woche bei einer Pressekonferenz in Wien. Dabei untermauerten Umweltdachverband, Naturschutzbund NÖ, Birdlife und WWF ihre Forderung nach mehr Geld und besserer Planung für den Naturschutz in NÖ. „Das notwendige Landesbudget muss von drei auf 24 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden“, forderte Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Der größte Teil der Mittel würde für die Abgeltung von entgangenen Gewinnen an die Grundstückseigentümer durch die Umwidmung von Natura- 2000-Gebieten benötigt. Zudem brauche man mehr finanzielle Unterstützung für die Pflege der Naturschutzflächen. „Mehr als die Hälfte der Schutzgebiete sind in einem schlechten Zustand“, moniert Walter Hödl, Vorsitzender des Naturschutzbundes NÖ. Neben höheren finanziellen Mitteln fordern die Naturschützer mehr Mitspracherecht. Sowohl grundsätzlich als auch bei Windparks oder Wasserkraftwerken.

VP-Umweltlandesrat Stephan Pernkopf sieht die Forderungen als „positiven Rückenwind“. So ziehe man beim Naturschutz an einem Strang und habe daher bereits eine Gesprächsrunde abgehalten. Dabei wurden die Forderungen besprochen. Pernkopf verspricht, diese nun weiterverfolgen zu wollen.