Mikl-Leitner sucht Partner in Berlin        . Der Besuch von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in Berlin stand ganz im Zeichen von Regionalförderung und Digitalisierung.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 29. Juni 2017 (18:50)
NLK Jürgen Burchhart
Ehemalige Amtskollegen knüpfen neue Bande. Johanna Mikl-Leitner mit dem deutschen Innenminister Thomas de Maiziere: Wissenstransfer bei der Digitalisierung.
 

Ein dichtes Programm absolvierte Johanna Mikl-Leitner beim Besuch in der deutschen Bundeshauptstadt am 28. Juni. Einerseits ging es darum, in Deutschland Partner für die Vergabe der regionalen EU-Fördermittel zu finden. Zweites Thema auf der Agenda: Digitalisierung.

NLK Jürgen Burchhart
Landeshauptfrau und Ministerpräsident kämpfen für die Regionen: Johanna Mikl-Leitner mit Dietmar Woidke im Brandenburger Landtag in Potsdam.
 

Was die Regionalfördermittel betrifft, wird deren Vergabe in Brüssel zwischen Sommer 2018 und Sommer 2019 verhandelt. Die siebenjährige Förderperiode läuft 2020 aus. Durch den Brexit werden rund zehn bis 13 Milliarden Euro wegfallen, daher gilt es jetzt, gewichtige Partner für die Verhandlungen zu finden. Niederösterreich hat in der aktuellen Förderperiode rund 162 Millionen Euro aus dem Regionalförder-Topf erhalten. Damit weiterhin Gelder für die Regionen fließen, werden Verbündete gesucht. Einer davon ist der Brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke. Brandenburg und Niederösterreich sind sich strukturell sehr ähnlich: Beides sind Flächenbundesländer, die die Bundeshauptstadt umgeben und beide grenzen an Oststaaten. Mit Grenzregionen, die noch Entwicklungsbedarf haben.

Digitalisierung: Unterstützung für Private und KMU

Der zweite Grund für den Besuch: Mikl-Leitner setzt auf Digitalisierung. Derzeit wird in NÖ ein Haus der Digitalisierung konzipiert, das im Wirtschaftsressort angesiedelt ist. Dort soll – neben Weiterbildung und Forschung – auch Beratung und Information in Sachen Cybersicherheit geleistet werden. Zielgruppe sind Private sowie Klein- und Mittelbetriebe, die im Haus der Digitalisierung Unterstützung finden sollen.

Mikl-Leitner will hier vor allem präventiv arbeiten und hat dazu ein Vorbild im Nachbarland ausgemacht: Das im deutschen Innenministerium angesiedelte Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dieses Amt gibt Privates und Klein- und Mittelbetrieben Empfehlungen, wie sie sich vor Cyberangriffen schützen können. In einem Vier-Augen-Gespräch sicherte Innenminister Thomas de Maizière der Landeshauptfrau Unterstützung zu: Noch in diesem Jahr wird er einen BSI-Beamten nach NÖ entsenden, der den Niederösterreichern mit Know-how unter die Arme greifen soll.

Mehr zum Berlin-Besuch der Landeshauptfrau lest Ihr in der kommenden NÖN Landeszeitung.