Land beteiligt sich an Fern-FH. Mit 26 Prozent steigt das Land bei der Ferdinand-Porsche-Fern-FH in Wiener Neustadt ein. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nimmt die Einrichtung eine Vorreiterrolle im Distance Learning ein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (15:28)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
APA/HELMUT FOHRINGER

Distance Learning ist spätestens seit März jedem ein Begriff. An der Ferdinand-Porsche-Fern-FH wird auf dieses Konzept aber nicht erst seit Corona gesetzt. Die Einrichtung in Wiener Neustadt ist Österreichs einzige auf Fernstudien ausgerichtete Fachhochschule. Fernstudien-Phasen werden mit geblockten Präsenztagen kombiniert.

Die Studierenden können das Studium zu einem großen Teil im Online Campus absolvieren, wo sie rund um die Uhr auf alle wichtigen Kommunikationsmöglichkeiten und Lernaufgaben zugreifen können. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nimmt die Einrichtung damit eine Vorreiterrolle ein. Die Landesregierung beschloss nun die Beteiligung des Landes an der FH in Höhe von 26 Prozent.

„Wir wissen schon länger, wie wichtig die Digitalisierung im Hochschulbereich ist, daher begrüßen wir in Niederösterreich solch zukunftsweisende Entwicklungen“, begründet Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, „es freut mich besonders, dass die Fern-FH im Bereich Distance Learning in Österreich eine bedeutende Vorreiterrolle einnimmt, denn flexibles und ortsunabhängiges Lehren, Lernen und Arbeiten wird in Zukunft nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel sein.“

"Durch Beteiligung des Landes wird Fern-FH weiter aufgewertet"

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger unterstreicht: „Die Ferdinand Porsche Fern-FH hat sich in den letzten Jahren zu einem ganz wesentlichen Eckpfeiler der Bildungslandschaft in der Stadt entwickelt. Durch die Beteiligung des Landes Niederösterreich wird die Fachhochschule weiter aufgewertet und langfristig hier am Standort gesichert. Gerade in Zeiten von wachsender Mobilität ist die einzige Fern-FH Österreichs ein besonders wichtiger Teil des Bildungsspektrums, mit dem wir in Wiener Neustadt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viel Freude haben werden.“ 

„Seit 2007 führen wir an der Fern-FH erfolgreich Blended Learning durch, wir kombinieren Fernlehre mit wenigen Präsenztagen. Mit der Beteiligung des Landes Niederösterreich festigen und bauen wir diese ExpertInnenrolle gemeinsam aus. Wir fokussieren hier auf die Bereiche Technologie, Didaktik, wissenschaftliche Weiterentwicklung der Distance Learning-Methode und digitale Transformation“, so Axel Jungwirth, Geschäftsführer der Ferdinand-Porsche-Fern-FH.

Land hat auch Beteiligungen an FHs in St. Pölten und Wiener Neustadt

Wie auch bei der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule Wiener Neustadt ist das Land Niederösterreich nun mit einem Anteil von 26 Prozent an der Hochschule beteiligt. Das Land Niederösterreich hat hier eine Empfehlung des Landesrechnungshofes, sich an den Fachhochschulen zu beteiligen, erfolgreich umgesetzt. 

Über die Fern-FH: Aktuell studieren über 900 Studierende in fünf Studiengängen und sieben Weiterbildungslehrgängen an der Ferdinand Porsche FernFH. Das Angebot umfasst drei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge. Neben dem Bachelorstudiengang „Aging Services Management“ können Studierende vom Bachelor- bis zum Mastertitel die Fachrichtungen „Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie“ und „Wirtschaftsinformatik“ in Fernlehre absolvieren.  

Im neuen interdisziplinären Master-Lehrgang „Aging Services Management“ spielt der digitale Wandel und neue Technologien eine große Rolle. Im Mittelpunkt des Lehrgangs stehen die Planung und Gestaltung von sozialen und technischen Innovationen zur Förderung von Gesundheit und Lebensqualität der älteren Generationen. Der Lehrgang startet im Herbst, die Bewerbungsfrist läuft noch bis 30. Juni 2020.

Mehr Informationen zur Fernlehre unter: www.fernfh.ac.at/