Bildung wird vererbt - Nur ein Drittel steigt auf. Welchen Bildungsabschluss man erreicht oder nicht, hängt noch immer stark von der Bildung der Eltern ab. Wie aus einer Erhebung der Statistik Austria hervorgeht, schafft nur ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen einen höheren formalen Bildungsabschluss als seine Eltern, während 70 Prozent eine gleichwertige oder sogar niedrigere Ausbildung abschließen. Zuletzt gab es aber eine positive Tendenz.

Erstellt am 27. April 2011 (12:09)

Welchen Bildungsabschluss man erreicht oder nicht, hängt noch immer stark von der Bildung der Eltern ab. Wie aus einer Erhebung der Statistik Austria hervorgeht, schafft nur ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen einen höheren formalen Bildungsabschluss als seine Eltern, während 70 Prozent eine gleichwertige oder sogar niedrigere Ausbildung abschließen. Zuletzt gab es aber eine positive Tendenz.

So hat sich im Zehnjahresvergleich der Anteil an jungen Erwachsenen, denen gegenüber ihren Eltern ein Bildungsaufstieg gelang, zuletzt erhöht. Besonders trifft dies auf junge Frauen zu: Erreichten rund 40 Prozent der Mütter der heute 15- bis 34-Jährigen nur einen Pflichtabschluss, liegt dieser Prozentsatz bei jungen Frauen heute bei 15 Prozent. Bei den Vätern hat knapp jeder vierte höchstens einen Pflichtschulabschluss, unter den Söhnen kommt nur rund jeder zehnte nicht über diesen hinaus.

Umgekehrt zeigt sich das Geschlechterverhältnis an den Hochschulen. Erreichten früher noch mehr Männer (16 Prozent) als Frauen (14 Prozent) einen Uni-Abschluss, haben mittlerweile die Töchter (34 Prozent) die Söhne (27 Prozent) überflügelt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, eine Uni zu absolvieren, haben Kinder aus akademischen Elternhäusern: 41 Prozent von ihnen schlossen ebenfalls ein Unistudium ab, bei Kindern von Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss waren es lediglich fünf Prozent.

Knapp ein Drittel der Kinder aus "Pflichtschul-Elternhäusern" schließen selbst keine weiterführende Ausbildung ab, 44 Prozent gehen in die Lehre. Unabhängig vom Elternhaus haben vor allem junge Erwachsene mit Migrationshintergrund deutlich schlechtere Bildungschancen: Während nur acht Prozent der 15- bis 34-Jährigen ohne Migrationshintergrund lediglich die Pflichtschule abgeschlossen haben, liegt der Prozentsatz in der ersten und zweiten Migrantengeneration bei knapp einem Drittel.