Bildungsvolksbegehren hat 52.000 UnterstützerInnen. Die Initiatoren um den Industriellen und Ex-Vizekanzler Hannes Androsch haben zwischen 28. Februar und 1. Juli rund 52.000 Unterstützungserklärungen für das "Volksbegehren Bildungsinitiative" gesammelt. Am Montag haben Kindergartenkinder als symbolische Überbringer mit Leiterwägen einen Packen mit Unterschriften ins Innenministerium gekarrt.

Erstellt am 11. Juli 2011 (15:33)

Die Initiatoren um den Industriellen und Ex-Vizekanzler Hannes Androsch haben zwischen 28. Februar und 1. Juli rund 52.000 Unterstützungserklärungen für das "Volksbegehren Bildungsinitiative" gesammelt. Am Montag haben Kindergartenkinder als symbolische Überbringer mit Leiterwägen einen Packen mit Unterschriften ins Innenministerium gekarrt.

Insgesamt sind exakt 51.817 Unterstützungserklärungen eingegangen und damit mehr als sechsmal so viele, wie zur Einleitung eines Volksbegehrens nötig sind. Androsch nannte diese Zahl gegenüber der APA zwar "durchaus erfreulich. Für das Anliegen, einen massiven Anschub zu geben für die Modernisierung unseres Bildungssystems ist das natürlich noch viel zu wenig."

Um das zu erreichen, müsse das Volksbegehren noch deutlich mehr Unterstützer bekommen. "Empört Euch über die Zustände und überwindet sie", lautete sein Appell. Es dürfe nicht sein, dass "einige Landes- und Bundespolitiker und einige Lehrergewerkschafter das Land und seine Bildung in Geiselhaft halten".

Ein Ziel in Zahlen wollte Androsch für das Volksbegehren nicht nennen, er hofft jedoch noch auf eine deutliche Steigerung. "Die Bereitschaft auch den Umfragen nach ist sehr groß", sagte er. "Ich hoffe, dass für das Bildungsvolksbegehren dieses Potenzial schlagend wird." Noch unklar ist, wann die tatsächliche Eintragungswoche stattfinden wird. Aus dem Innenministerium heißt es, Ministerin Mikl-Leitner werde ihre Entscheidung spätestens Anfang August bekanntgeben.

Ein magere Ausbeute sind die rund 52.000 Unterschriften aus Sicht der "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt", die Anfang Juni als Gegenpol zum Bildungsvolksbegehren gegründet wurde. "Dieses Ergebnis ist blamabel - vor allem wenn man an die flächendeckende Unterstützung des Androsch-Volksbegehrens durch SPÖ, ORF, Industriellenvereinigung und die am stärksten von Regierungsinseraten lebenden Zeitungen erinnert", so Plattform-Sprecherin Isabella Zins in einer Aussendung.