Erste Reaktionen aus Niederösterreich.

Update am 05. Dezember 2016 (12:17)
APA/ROLAND SCHLAGER
Jubelstimmung bei Van-der-Bellen-Anhängern

Matthias Stadler, Bürgermeister von St. Pölten und Vorsitzender der SPNÖ: „Angesichts des sich nun abzeichnenden Ergebnisses ist es die Pflicht und die Herausforderung des neuen Inhabers des höchsten Amtes in der Republik Österreich, nämlich jenes des Bundespräsidenten, jüngst aufgetane Gräben überwinden zu helfen und vielen Menschen ihr Vertrauen in die Politik wieder zurückzugeben. Österreich machte heute keine internationalen Schlagzeilen, nach einem sehr langen Wahlkampf sind aber jetzt alle Parteien aufgefordert, die teils untergriffige Polemik wieder aus der politischen Debatte herauszunehmen. Wir brauchen Platz für unterschiedliche Meinungen und Platz für den ehrlichen Wettstreit politischer Ideen. Österreich ist in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ein angesehener und wichtiger Partner. Hunderttausende Arbeitsplätze unserer exportorientierten Wirtschaft und die Zukunftsperspektiven vieler jungen Menschen hängen von Wirtschaftskompetenz und internationaler Anerkennung ab - diese kann Alexander Van der Bellen auf sich vereinen."

Klubobmann Ernest Gabmann, Liste Frank: "Die Zeit der scharfen Worte und Vorwürfe ist nun vorbei. Dr. Van der Bellen muss nun beweisen ein Kandidat der „Mitte“ und nicht der „Linken“ zu sein. Die aufgerissenen Wunden in der Bevölkerung sind nun zu heilen. Die aktuelle wirtschaftliche Situation erlaubt nur ein deutliches „Miteinander“ und nicht ein „Gegeneinander."

Helga Krismer, Landessprecherin der NÖ Grünen: "Heute ist ein historischer Tag für Österreich. Und ein guter Tag für unser Land. Ich freue mich sehr, dass heute Hoffnung und Zuversicht gewonnen haben. Das ist eine klare Absage an Hetze und ein klares Zeichen für unser Europa."

Nationalrat Walter Rosenkranz, FPÖ-Landesparteiobmann: „Die Panikkampagne der Anti-Hofer-Koalition hat sich offenbar durchgesetzt, Alexander van der Bellen hat die Bundespräsidentschaftswahl gewonnen! Es wurde mit dieser Wahl eine Chance vergeben, dem politischen, linken Establishment eine Absage zu erteilen, trotzdem sind wir Freiheitlichen noch lange nicht am Ende unseres Weges angelangt. Norbert Hofer hat gezeigt, dass es in Österreich einen großen Bedarf an werteorientierter Politik gibt und das ist auch unser Auftrag für die Zukunft! Es war ein Kopf-an-Kopf Rennen mit sehr guten Detailergebnissen, am Ende hat sich aber auch bei uns gezeigt, dass die Allianz von Angstmachern, Staatskünstlern und Systemprofiteuren obsiegt und offenbar auch in Niederösterreich eine Mehrheit erreicht hat. Das kann man alleine daran erkennen, dass sich die Wahlbeteiligung einerseits erhöht hat, diese Mehrstimmen aber ausschließlich an Alexander van der Bellen gegangen sind!“

Bernhard Ebner, VP-Landesgeschäftsführer: „Ein quälendes Jahr Dauer-Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten ist mit einem deutlichen Votum zu Ende gegangen. Mein besonderer Dank gilt auf der einen Seite den Bürgerinnen und Bürgern, die in großer Anzahl wählen gegangen sind und ein klares Zeichen für die Demokratie gesetzt haben. Auf der anderen Seite danke ich den über 10.000 Freiwilligen, die an einem Adventsonntag für die Volkspartei in Niederösterreich als Wahlhelferin bzw. Wahlhelfer für einen reibungslosen Ablauf der Wahl gesorgt haben. Wir haben damit den überwiegenden Anteil der Wahlhelfer in Niederösterreich gestellt.“

Robert Laimer, SPÖ-Landesgeschäftsführer: „Der Sieg von Van der Bellen ist gut für Österreich, gut für die Reputation des Landes, für den Wirtschaftsstandort und insbesondere für jene Arbeitsplätze, die vom Export abhängen. Für das Ansehen Österreichs in Europa und in der Welt ist das Ergebnis wichtig. Es war gut, dass Van der Bellen als Kandidat für alle Österreicher aufgetreten ist.“