Land NÖ betreibt die Impfzentren doch weiter selbst. Die Organisation habe sich bewährt, heißt es. Die Ausschreibung wurde deshalb zurückgezogen.

Von Lisa Röhrer. Update am 04. Mai 2021 (08:00)
Symbolbild
APA (KEYSTONE)

Um arbeitsrechtlich abgesichert zu sein, und schneller sowie flexibler impfen zu können, kündigte man in Niederösterreich vor gut einem Monat die Schaffung von 20 Impfzentren an. Geplant wurden dafür Kosten von bis zu 75 Millionen Euro. Die Zentren wurden zur Vergabe ausgeschrieben. Das Land sollte sie nur vorübergehend betreiben – um schon damit starten zu können, bevor ein langfristiger Betreiber gefunden worden ist, hieß es bei einem Pressegespräch im April. Dem Vernehmen nach hätten dann das Rote Kreuz und der Samariterbund die Zentren betreiben sollen. Nun macht das das Land jedoch auch weiterhin selbst.

Die aktuelle Organisation über das Land direkt in Kooperation mit den Einsatzkräften habe sich bewährt und wird deshalb vorerst auch so weitergeführt, heißt es vom Land. So sei man noch flexibler, schneller und sicherer. Die Ausschreibung, die eigentlich Anfang Mai enden sollte, wurde zurückgezogen.

Aus dem Roten Kreuz heißt es, dass die Impfungen seit zwei Wochen von der Rettungsorganisation durchgeführt werden. Das werde man, "bis zur Umsetzung der aktuellen neuen Situation natürlich weiter machen". Und man stehe weiterhin bereit: "Denn für uns alle zählt nur eines: dass möglichst rasch, so viele Menschen wie möglich geimpft werden können. Das muss unser aller oberste Priorität sein", sagt eine Sprecherin. 

In Betrieb sind die Impfzentren, wie berichtet, seit Mitte April. Spätestens Ende Mai sollen sie dann an sechs Tagen die Woche geöffnet haben, damit in Niederösterreich pro Woche 100.000 Stiche gegen Corona gesetzt werden können – und so schnell wie möglich alle, die das wollen, geimpft sind. Für die Impfwilligen ändert sich durch die Planänderung in der Organisation übrigens nichts: Sie können weiterhin über die Online-Plattform ihren Termin in den Impfzentren buchen.