EU-Abgeordneter Mandl will Solidaritätskorps aktivieren. Die Europäische Union sollte nach Ansicht des niederösterreichischen EU-Abgeordneten Lukas Mandl (ÖVP) das Europäische Solidaritätskorps im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktivieren.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 25. März 2020 (10:51)
ÖVP NÖ

Mandl forderte am Mittwoch in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die EU müsse im Kampf gegen das Virus jetzt jede mögliche Hilfe mobilisieren.

Das Europäische Solidaritätskorps wurde 2016 geschaffen, um jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit zu einem freiwilligen und ehrenamtlichen Hilfseinsatz zu ermöglichen. Im Mai 2019 seien 130.000 junge Europäer registriert gewesen, 15.000 hätten bereits eine Aktivität absolviert, sagte Mandl in einem Telefonat aus Gerasdorf bei Wien gegenüber der APA. Für das laufende Jahr stehe ein Budget von 173 Millionen Euro zur Verfügung.

"Die Ressourcen im Inland sind sicher prioritär", sagte Mandl. Relevant sei vor allem die Freiwilligkeit der Hilfe, die im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps auch grenzüberschreitend geleistet werden sollte.

Nach Worten von Mandl ist die Corona-Pandemie "der erste echte Fall, wo sich das Europäische Solidaritätskorps bewähren kann oder reformiert werden muss". Die Jugendlichen sollten nach ihrer Qualifikation eingesetzt werden, für Mandl wären etwa Erntehelfer und Pflege mögliche Einsatzgebiete.

"Die Entsendung des Europäischen Solidaritätskorps würde nicht nur den Notfallkräften an Ort und Stelle helfen, sondern wäre auch ein klares Signal an die Menschen in der ganzen Europäischen Union, dass wir alles Mögliche tun, um die schwierige Situation zu mildern", schreibt der EU-Abgeordnete an von der Leyen sowie an die Kommissarinnen für Jugend und Gesundheit, Mariya Gabriel und Stella Kyriakidou.